Archiv für das Tag 'russland'

Russland ist RIESIG; haben Sie etwa Angst? / Travel to Russia without a visa? No problem – simply become an Israeli! / מי מפחד מרוסיה? אנחנו הישראלים בוודאי לא

Daniel Dagan 18. Juli 2010

דניאל דגן – Haben Sie keine Angst vor Russland? Dieses riesige Reich? Es besetzt eine ganz große Fläche der Erde! Fast ganz Asien! Ein trans-sibirischer Flug dauert noch länger als ein trans-atlantischer Flug! Über acht Stunden verbringen Sie in der Luft, wenn sie von Moskau nach Vladivostok gelangen wollen! Und Russland unter Dmitry Medvedev entwickelt unheimliche Ambitionen. Es will modern sein. Es will seine Schätze endlich so richtig erschließen. Es wird immer stärker.

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Rim: Kontinent Russland / Wikitravel: trans-sibirische Eisenbahn / Aisan Pacific Economic Cooperation: 2012 in Vladivostok! / Russland lacht und küsst / Russland zeigt ein anderes Gesicht

Lange Zeit hatte ich Angst vor Russland. Weil es so fremd war. Weil es durch und durch anti-israelisch war. Weil es so bedrohlich erschien. Als ich 1980 mit dem damaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt zum ersten mal nach Russland kam fühlte ich mich sooo klein. Bewegende Bilder vom Roten Platz wurden nach Israel ausgestrahlt. Es war eine Welt-Sensation! Und überall lauerten Natashas und Svetlanas, vor denen wir eindringlich gewarnt wurden… sind es tatsächlich Betreuerinnen, die uns helfen wollen? oder sind es vielleicht Spioninnen, die uns zu verführen versuchen?

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Figaro Serie mit Text & Illustrationen aus russischen Medien: Russland & EU suchen Annährung / Russland schaut nach Westen / auch im Weltall – es geht nur noch MIT den USA  / Spionage-Affäre; FBI & CIA zerstören angeblich Vertrauen / Chekhov Festival in Moskau – mit Tanz aus Frankreich

Inzwischen war ich mehrere Male in Russland. Ich habe viele Entdeckungen gemacht. Spioninnen hin oder her – jede Natasha bzw. Svetlana ist ein Mensch wie Sie und ich. Alle Gesprächspartner sind offen und neugierig. Sie wollen unbedingt ihr Wissen erweitern. Genauso wie wir im Westen von Erfahrungen der anderen profitieren. Übrigens erlebe ich Russland auch in meiner eigenen Heimat. Über eine Million Israelis sprechen Russisch als Muttersprache. Sie kennen das Land wie ihre Westentasche. Sie fliegen hin und her. Sie sind eine kulturelle Brücke, die für gegenseitige Bereicherung sorgt.

Ganz nebenbei bemerkt: Russland und die Europäische Union bzw. die USA werden wohl noch lange darüber streiten, ob und wann – wenn überhaupt – der Visumzwang abgeschafft wird. Noch ist die gegenseitige Angst spürbar. Doch Russen kommen nach Israel ohne Visum. Auch Israelis reisen nach Russland ohne Visum. ich jedenfalls habe keine Angst!

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Femme Fatale, Fräulein Anna: DU kannst es nicht gewesen sein!

Film aus Russland: Flucht in die Einsamkeit

Дмитрий Медведев im Weltall & auf Erden: die neue-alte Großmacht Russland

Patriotisches Lied: das sang Wladimir Putin mit den russischen Spionen, die von den USA abgeschoben wurden

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Femme Fatale, Fräulein Anna, Ms. Chapman: DU kannst es nicht gewesen sein! / Russia, US agent swap: This cute girl? I don’t believe she is a spy! / אנה גורשה למוסקווה… אנה רוצה לחזור לניו יורק

Daniel Dagan 9. Juli 2010

דניאל דגן – Meine erste Reaktion, als ich die Bilder von Anna gesehen habe: dieses süße Mädchen! Eine kleine Perle aus dem Osten, die sich in der riesigen Metropole New York durchzuschlagen versucht. Hin und wieder begegnet sie bestimmt auch Männern. Etwas anderes kann man gar nicht erwarten. Doch die befürchtete Spionin, wie in vielen Medien beschrieben, wird sie eher nicht sein. Dazu sieht sie einfach zu naiv und zu unbedarft aus.‏‏

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Sky News: die Agenten im Gerichtssaal / Anna in New York, Anna als Model, close-up auf Anna / Wall Street Journal – immer wieder die schöne Anna aus Russland!

Natürlich kann ich mich auch täuschen. Die Sache habe ich ja nicht recherchiert. Wie sollte ich auch? Übrigens: auch die Kollegen, die so viel über die Spionage-Affäre berichteten, haben wohl kaum etwas selbst zutage gebracht. Sie verliessen sich einfach darauf, was ihnen von diversen Geheimdiensten weitergegeben wurde. Solche Informationen werden  natürlich gezielt und manipulativ zur Verfügung gestellt. Das ist nichts anderes als die Fortsetzung des Geheimkrieges. Doch diesmal in der Öffentlichkeit, wie wir auch hier sehen.

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ARD: großes Interesse in Deutschland, der Schauplatz von vielen Agenten / Politico: Agentenaustausch lanciert! / Small Wars Journal zeigt Werbung für die Zeitschrift Rolling Stone: auch im Krieg - cherchez la femme! / BBC: Chronologie der Agentenaustäusche; Deutschland an prominenter Stelle / Werbung für Zeichnungen: die nächste Agentin könnte so aussehen

Doch Ende gut, alles gut! Ob Spionin oder nicht – Anna ist wieder auf freiem Fuß! Sie kann ungehindert in Moskau spazieren gehen und sicherlich viele Männerblicke auf sich ziehen. Diesmal aber nicht für Geheim-Aktivitäten. Einfach für sich selbst und vielleicht für ihr persönliches Glück. Zu allerletzt noch diese streng geheime Information (bitte auf keinen Fall weitersagen!): Anna plant schon jetzt, wieder nach New York zu kommen. Wie so viele von uns ist sie vom Big Apple fasziniert und begeistert. Sie will wieder hin, um ein neues Leben anzufangen. Dazu wünsche ich schon jetzt viel Erfolg.

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Manhattan: Big Apple hier zu bewundern!

Moskau: Präsident Medvedev übersetzte meine Frage – und hat sie auch gleich beantwortet!

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Hamburger Gipfel mit Pommes und Ketchup: die zur Schau gestellte Harmonie täuscht / Obama-Medvedev: Burgers City Deal perfect; but where’s the beef? / אובמה-מדבדב: מה באמת יש בקציצות האלה

Daniel Dagan 25. Juni 2010

דניאל דגן – Russland und die USA kommen sich näher. Sie haben in letzter Zeit Verträge unterzeichnet, die sie zur gegenseitigen Reduzierung des Arsenals von Atomwaffen verpflichten. Die ehemaligen Kontrahenten des kalten Krieges haben gemeinsame Sorgen. Beide sind Zielscheibe von Terrorgruppen, die im Namen der muslimischen Religion einen bewaffneten Kampf führen. Gegen Russland – weil es über große Regionen herrscht, in denen Muslime leben, die die Zentralmacht in Moskau ablehnen. Gegen die USA, weil diese Weltmacht die westlichen, christlich geprägten Werte verkörpert, die der internationale Jihad besiegen will.

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Auswahl von Schlagzeilen zum Hamburger Gipfel / Frugal Café Blog Zone / The Moscow Times / Washington Times / ABC, Madrid: in Spanisch heißt es “patatas fritas”

Doch Russland und die USA sind in einer neuen Rivalität verwickelt. Nach längerer Zeit der Krise und der Umgestaltung strebt Russland wieder den Status einer Großmacht an. Mit seinen riesigen Ressourcen, die nur zum Teil erschlossen wurden, hat es ein enormes Potenzial. Vor allem in Zentralasien will Russland seine Macht ausbauen und zementieren. Dort will es keinen amerikanischen Einfluss dulden.

Der neue Konfliktstoff macht sich schon heute bemerkbar. Etwa in der massiven Gewaltanwendung in Georgien. In der Politik gegenüber dem Iran. In den unterschiedlichen Bewertungen über den internationalen Einsatz in Afghanistan. Russland sagt und zeigt, dass es hier um seine eigenen, vitalen Interessen geht. Mit dem immer noch unterschätzten Präsident Dmitry Medvedev tritt Russland bewusster auf. Das wird auch Obama erfahren haben, als er mit Hamburger und Chips ein schönes Bild der Harmonie zu vermitteln versuchte.

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Die neue-alte Дмитрий Медведев Großmacht Russland

Moskau: President Medvedev geht unter die Journalisten

Fighting in the name of God

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Дмитрий Медведев im Weltall & auf Erden: die neue-alte Großmacht Russland / Dmitry Medvedev: the Tsar of modernization is reestablishing Russia as a Big Power / רוסיה בחלל ועל פני כדור הארץ: המעצמה החדשה ישנה

Daniel Dagan 13. November 2009

דניאל דגן – Nicht nur in Russland wurde der gestrige Auftritt von Dmitry Medvedev (Medwedew) mit großer Spannung beobachtet. Denn die Rede des russischen Präsidenten an die Nation war gleichzeitig auch an die Weltgemeinschaft gerichtet.

Im Westen wurde Medvedev bisher stark unterschätzt. Viele Beobachter betrachteten ihn als einen schwachen Politiker, der nur im Schatten von Vladimir Putin handeln konnte. Diese Betrachtungsweise muss nun ergänzt oder gar revidiert werden.

Medvedev hat ganz große Ambitionen. Für sich selbst und für Russland, das er als ein junger und dynamischer Politiker immer deutlicher verkörpert. Medvedev will eine größere Rolle in der Weltpolitik spielen. Er handelt konsequent. Von ihm kann man sagen: Er ist der (allerdings nicht erste!) Ehrgeizige, der ganz Russland angesteckt hat.

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Itar-Tass: auf allen Kanälen in Russland – große Rede vom Präsidenten einer Großmacht / Spiegel: WELTmacht Anspruch / Farsa News, Iran, zeigt Medvedev & Putin: diese Männer ziehen an einem Strang / Libération, Frankreich, zeigt Merkel & Sarkozy beim ewigen EU-Gerangel: kann sich Europa einigen und die Stirn bieten? / Tzar Nikolai: Macht & Glorie (Foto: Courtesy en.wikipedia.org)

Die Vorstellung von der alleinigen Supermacht Amerika ist ohnehin passé. China und Indien haben schon längst Führungsansprüche angemeldet. Die Europäische Union bastelt an Institutionen, die ihr vielleicht eines Tages zur Weltmacht verhelfen könnten

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Pravda von Medvedev begeistert: mit dem Navigationssytem Glonass ist Russland auch im All wettbewerbsfähig / Würdigung einer der ersten Kosmonauten, Pavel Romanovich Popovich, der vor kurzem verstarb / bei der Zusammenarbeit mit Indien (hier im Kampf gegen Terror) liefert Glonass wichtige  Daten / moderne Waffen selbst an Brunei / die legendäre Kalashnikov wird modernisiert – und bleibt in aller Welt begehrt / diese Hubschrauber bekommt Saudi Arabien

Was  Medvedev gestern verkündete lautet im Klartext: Russland war schon immer da. Russland hat man nach der Auflösung der Sowjetunion zeitweise unterschätzt oder gar erniedrigt.

Doch Russland ist wieder da. Und Moskau ist fest entschlossen, sich nach Innen zu modernisieren und nach Außen – auch im Weltall!  – seine Interessen wahrzunehmen und seine Macht auszuüben.

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Diese Rede im prachtvollen Saal des Kremls wurde auch in den USA aufmerksam beobachtet. Hier die erste Seite der amerikanischen Zeitung International Herald Tribune / Iran Daily: Russlands Gazprom intensiviert die Zusammenarbeit mit der iranischen Ölindustrie; die geplante Lieferung von hochmodernen Luftabwehrraketen an den Iran wurde von Moskau zunächst auf Eis gelegt

Dieser Mann will Russlands Position als Weltmacht wieder herstellen (English):

Dmitry Medvedev

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Weltmacht Russland!

Weltmacht Europa?

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English version with Google

USA, Russland, China, Indien – und nun auch Weltmacht Europa? / Europe’s new design takes shape amid skepsis in much of the world / אירופה החדשה חלקי 28 חברות האיחוד האירופי

Daniel Dagan 4. November 2009

דניאל דגן – Gleich 28 Staaten teilen die Freude über die Ratifizierung des europäischen Vertrags von Lissabon. Es ist zweifelsohne ein neuer Anfang für Europa.

Doch die Freude ist gleichzeitig durch 28 geteilt. Viele unterschiedliche Interessen und Anliegen der Mitgliedsstaaten stehen auf dem Spiel. Eine Einigung in großen Sachfragen ist auch nach der geplanten Reform der europäischen Institutionen keineswegs gesichert.

Kann Europa in der Weltpolitik tatsächlich mit einer Stimme sprechen? In nächster Zeit eher nicht. Noch nicht. Die Entwicklung könnte zwar dahin führen. Doch dafür bedarf es noch sehr viel Arbeit an Abstimmung und Interessenausgleich.

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Deník, Prag: Präsident Václav Klaus kündigt an: auch Tschechien ist endlich dabei / Prag Daily Monitor: doch es gibt immer noch Bedenken & Vorbehalte… / Prag Post: Künslertreff in der inspirierenden Hauptstadt: hier wird am neuen Design für Europa gezeichnet… / mit Nachdenklichkeit & Experimentierfreudigkeit (Georg Baselitz, Volk Ding Zero, Kunsthalle Baden Baden)

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Kurier, Wien, sieht die Zentrale in Brüssel als Intrigantenstadl / Times of London wettert gegen die Agrarpolitik, die durch die Kühe symbolisiert wird; nun belasten diese auch noch die Umwelt / Sunday Express: die Brüssel Bürokraten verbannen auch die heilige britische Institution Shop Refunds!

In Ihrer Rede vor dem amerikanischen Kongress kündigte Kanzlerin Angela Merkel an, dass sich Europa nun einigen konnte. Daraus leitete sie eine größere weltpolitische Rolle für die EU ab, die sie gleich neben die USA und die aufsteigenden Mächten China und Indien stellte.

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Focus, Spiegel, New York Times berichten vom Auftritt der Kanzlerin im US Kongress: Angela Merkel verneigt sich vor Amerika… und Amerika verneigt sich vor Angela Merkel

Doch in Washington bleibt man skeptisch wenn nicht gar mistraurich. Zwei Zitate des ehemaligen Außenministers Henry Kissinger geben auch noch heute diese Stimmung in der amerikanischen Hauptstadt wider.

Diese Ausage bezog sich auf eine spezifische Sachlage;  doch sie ist typisch für die Denkweise von vielen Amerikanern, die die Entwicklung in Europa nur schwer nachvollziehen können:

There’s a curious thing going on in Europe, and we haven’t figured it out yet…”

An anderer Stelle sagte Kissinger diesen berühmten Satz, der ganz bestimmt auch heute gilt:

“Who do I call if I want to call Europe?”

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Europa Karte: wer gehört dazu? wer macht mit? / EU Zentrale in Brüssel: wer hat das Wort? / Liste der Amtsprachen der EU: kann man sich überhaput noch verständigen?

Eine kohärente europäische Außen- und Sicherheitspolitik bleibt zunächst ungewiss. Auch im günstigsten Fall braucht sie Zeit, sehr viel Zeit, um klare Konturen anzunehmen. Daran wird auch die absehbare Umsetzung des Vertrags von Lissabon nichts wesentlich ändern.

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Daliy Express & Daily Telegraph: die Souveränität von Großbritanien geht den Bach runter; das Parlament in London hat alle Kompetenzen an Brüssel übertragen! / Kuh als Symbol für die EU: kann sie auch Außenpolitik machen? (Courtesy rund-um-schulmilch.at)

Aus der Sicht der Partner Europas in der Welt bleibt es dabei: in Brüssel wird geredet – und dann noch mehrfach übersetzt. Entschieden aber wird in London, Paris, Berlin, Rom, Madrid und anderen Hauptstädten.

Bei Krisensituationen werden die Telefonleitungen entsprechend aktivieirt. Aus heutiger Sicht ist es kaum vorstellbar, dass Brüssel an erster Stelle kommt. Auch wenn ein EU Präsident gewählt wird, und die Vision des vereinten Europas ein Stück näher rückt.

Manche fragen scherzhaft: kann eine subventionierte Kuh auch noch Außenpolitik gestalten? Die EU ist zuversichtlich und sagt – Jawohl!

EU Common Foreign and Security Policy

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Ist die US die einzige Supermacht? die Antwort von Russland lautet: Нет! / Affluence and history behind Russia’s resurgence / ארה”ב מעצמת העל היחידה? רוסיה אומרת לא

Daniel Dagan 26. Oktober 2009

דניאל דגן – Die USA ist hoch verschuldet. Der Wert der amerikanischen Währung ist im Keller. Die Konjukturprogramme greifen nicht. Die Arbeitslosigkeit steigt. Selbst bei den Demokraten flacht die Obama Begeisterung ab.

Mit seinen NATO Partnern blutet Amerika in Afghanistan. Auch im Irak gibt es wieder mehr Gewalt. Obamas Versuch, die muslimische Welt für eine konstruktive Partnerschaft zu gewinnen erweist sich zunächst als ein Fiasko.

Ist die USA tatsächlich noch die letzte verbliebene Supermacht?

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Schadenfreude bei Pravda: hatte Marx doch recht? / Fortune: China kauft die Welt – vor allem die USA / Pravda zeigt Russland als führende Macht: WIR leiten die internationale Raumstation… WIR forschen im All und greifen zu den Sternen…

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Zurück zur Erde: neue, taktische nukleare Waffen – und Doktrin – sollen Russlands Grenzen sichern / strategische Zusammenarbeit Moskau-Delhi wird verstärkt: Flugzeugträger für Indien / gemeinsame Entwicklung einer hochmodernen Rakete / auch Lybien wird mit russischen Waffen versorgt

Fragen Sie nach  in Peking. Erkunden Sie sich in Delhi. Die aufsteigenden asiatischen Mächte akzeptieren keineswegs den amerikanischen Anspruch, die Welt als Supermacht zu führen. Mit einer Mischung von Rücksichtslosikeit der eigenen Bevölkerung gegenüber (China) und Kreativität (Indien) versuchen sie kontinuiierlich, ihren Einfluss zu erweiteren und zu befestigen.

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Pravda lädt nach Moskau ein: das Machtzentrum für Eurasien / Verweis auf Portal, dass das russische Reich hochpreist – damals & heute / Merian: Hand auf’s Herz – können Sie diesem Glanz der Zaren widerstehen?

Und was ist mit den schon fast todgesagten Ambitionen Russlands? Der einseitige Verzicht Obamas auf die Stationierung von Raketen bei den osteuropäischen NATO Verbündeten drückt die veränderte Machkonstellation aus. Moskau geht daraus gestärkt hervor. Nun hat es den Rücken in Europa frei und kann sich eher auf neue Felder konzentrieren.

Das Riesenreich Russland mit seinen enormen Ressourcen ist wieder im Kommen. Die geografische Lage und die Geschichte sind von erheblicher Bedeutung. Doch auch in der Gegenwart hat Moskau sehr gute Karten in der Hand. Es will wieder eine größere Rolle in der Weltpolitik spielen. Und das wird es wohl auch.

Lesen Sie bitte auch diesen Beitrag (English) -

Superpower: was ist das? gibt es die noch?

Eurasien & das russische Reich

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Europa im Herbst… nun kommt die Kälte auch nach Deutschland / Russian bears and British deers forerunners of autumn on the continent / סתיו באירופה: רשמים ומרשמים

Daniel Dagan 15. Oktober 2009

דניאל דגן – Großbritanien und Russland haben in den letzten Wochen den Herbst schon intensiv erlebt. Nun kommt die Kälte auch nach Deutschland.

Die Medienmacher lassen sich einiges einfallen, um die Menschen auf die neue Jahreszeit einzustimmen. Die Berichte unten zeigen, wie schön der Herbst sein kann.

Über das Wetter soll man nicht streiten – es kommt wie es kommt. Freuen wir uns also auf die kalte Jahreszeit. Engländer und Russen leisten gerne Hilfe und geben gute Tipps.

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Telegraph: Indian Summer in Schottland / Guardian: Herbstblätter auf Englands Straßen und Plätzen, Hirsch in The Countryside / Independent: dieser Gipfel war eingentlich politisch gemeint; doch es darf ruhig auch als Herbstimpression ausgelegt werden

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Pravda: russischer Bear symbolisiert Kälte, auch wenn er aus dem fernen Kamtschtka kommt / für die sibirische Tundra entwickelte man neuerdings dieses Fahrzeug / für kalte Tage empfehlen die Russen ihre kräftige Pasta: Pelmeni gibt Energie! / Independent ist für leichte Kost: Herbstgemüse mit leckerer Souce aus Anchobis & Walnuss

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NiederschlagsRadar.de: aktuelle Wetterkarte

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English Version (translation by Google machines)

G20 Gipfel in Pittsburgh: sie reden über die kranke Welt; sie denken an die Wähler im eigenen Land / When it comes to reducing emissions, US fails to lead / פיסטבורג: מדברים על העולם, חושבים על הבית

Daniel Dagan 25. September 2009

דניאל דגן – Einigung herrscht, dass die Welt ein Rettungsprogramm braucht. Doch machen wir uns nichts vor: die schönen Reden beim G20 Gipfel werden wenig bewirken. Denn die versammelten Leaders der 20 mächtigsten Industienationen unserer kranken Erde denken vor allem an die eigene Klientel zuhause. Noch fehlt eine Lobby der Weltbürger, die die Machthaber zu richtigen, entscheidenden Handlungen zwingt. Diese kann nur entstehen, wenn sich Bürger von allen Ländern und Kontinenten organisieren – über nationale Grenzen hinweg. Die Welt braucht Veränderung. Doch diese kann letzlich nur von unten kommt.

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Diagnose à la Spiegel: doch wer kuriert das kranke System? / La Stampa: Demonstration gegen Verpestung durch “dirty, outmoded coal”; Warnung an Deutschland, das nach dem Alleingang beim Ausstieg aus der Kernenergie weitgehend auf Kohle setzt / Die Welt: auch wegen ihrer “Regulierungswut” gerät die Kanzlerin in US-Gegenwind  / Für die TAZ endete schon der Countdown: alle Ressourcen verbraucht – ab heute ist nichts mehr zu vergeben!

Kanzlerin Angela Merkel kann man keineswegs vorwerfen, dass sie vor allem die Wahlen am Sonntag im Blick hat. Was sonst? Doch das gleiche gilt für alle andereמ Leaders in Pittsburg auch: Gordon Brown aus Großbritanien steckt im Popularitätstief, muss unbedingt Punkte sammeln… Nicolas Sarkosy wird von französischen Medien zunehmend verspottet, will nun sein Image als Präsident aufpolieren… Staatschef Hu Jintao verkauft China bei seinemVolk als aufsteigende Macht, die nun auch den USA Paroli bieten kann… der ehrgeizige und bis dato stark unterschätzte Dimitry Medvedev will Profil zeigen und somit auchgegnüber Partner und Rivalen Vladimir Putin seine Macht in Russland zementieren…

Lesen Sie bitte dazu auch diesen Beitrag:

Zukunftsvision: Demokratie ohne Grenzen

Der nächste Beitrag beschäftigt sich ebenfalls mit Pittsburgh und mit dem Thema Weltwirtschaft. Lesen Sie bitte gleich unten, wie uns die Hydra Globalisierung zu fressen droht.

Despot Chávez: in Spanien lockt er mit Öl, aus Russland bekommt er noch mehr Waffen / “Hay otra Venezuela que no es la que venden aquí… Allá tú no puedes salir a la calle a las 10 de la noche porque te matan” / הרודן הוגו צ’אבס מקבל נשק התקפי מרוסיה

Daniel Dagan 12. September 2009

דניאל דגן – Ein hemmungsloser Diktator, der sein eigenes Volk unterdrückt, bekommt noch mehr Waffen: Russland liefert hochmoderne Raketen an Venezuela. Das Geschäft wurde in Moskau vereinbart – und zwar kurz nachdem Chávez in Teheran ankündigte, dass er den Iran und sein Atomprogramm mit Nachdruck unterstützen wird.

In Madrid hat sich die sozialistische Regierung von José Zapatero über moralische Bedenken hinweggesetzt und mit dem berüchtigten Diktator große Aufträge zur Erschließung von Gas- und Ölvorkommen unterzeichnet. Damit leistet Spanien – auch wenn indirekt – Hilfe für die andauernden Repressalien in Venezuela sowie für die Stärkung des iranischen Präsidenten Achmadinedschad, der ein enger Partner von Chávez ist.

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Chávez im Gespräch mit König Carlos: “Sie haben sich einen Bart zugelegt, wie mein Freund Fidel Castro…” / ABC: Chávez Show in Madrid / El Mundo: Spanier & Südamerikaner protestieren gegen den Diktator

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Neue, riesige Gas & Erdöl Vorkommen? damit macht sich der Despot in Madrid salonfähig / El Mundo: Treffen mit dem Chef von Repsol, Spaniens größtem Ölkonzern / BBC: Vladimir Putin liefert hochmoderne Waffen an Chávez; gefährliche, Neuauflage der Unterstützung für Diktatur und für systematische Verletzung der Menschenrechte in Lateinamerika

Das  möchten wir nicht vergessen: Warum hälst du nicht die Klappe?

König Juan Carlos: ¿Por qué no te callas?

Schach dem Kanzler… / מט! כך הכנעתי את הקאנצלר הלמוט שמידט פעמיים במשחק שח בארמונו

Daniel Dagan 10. Juli 2009

דניאל דגן – Kurz nachdem ich zum ersten mal in Deutschland landete sah ich im Pressehaus in Bonn die Ankündigung: „Schachspiel Politiker gegen Journalisten“. Prompt habe ich mich eingetragen.

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Helmut Schmidt und Daniel Dagan beim Schachspielen im Kanzleramt

Im Bonner Palais Schaumburg erwartete mich eine Überraschung. Per Los wurde mein Gegenspieler gezogen: Bundeskanzler Helmut Schmidt.

Beitrag zu 60 Jahre Bundesrepublik Detuschland

Nürnberger Zeitung