Archiv für das Tag 'frankreich'

Abschiebung in Frankreich: Rom streitet für Sinti und Roma / France: Rom protests massiv expulsion of Roma / “Rome au secours de Roms” / זרים או לא? כך מגרשים צוענים בצרפת

Daniel Dagan 23. August 2010

דניאל דגן - In Frankreich werden in diesen Tagen mehrere Lager von Sinti und Roma gewaltsam geschlossen. Ihre Bewohner werden nach Rumänien oder Bulgarien abgeschoben. Paris argumentiert, dass diese Lager am Rande der Städte illegal sind. Ihre Existenz wäre mit vielen Belästigungen und Gefahren verbunden. Zudem werden sie benutzt, um Menschen unterzubringen, die in den Bevölkerungszentren Europas systematisch und organisiert betteln, wie in diesem BBC beschrieben wird.

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La Croix, katholische Zeitung, nimmt Stellung gegen Härte / wo befindet sich la Croix, das Kreuz – also das Gewissen? / L’Express: die Kirche protestiert gegen die Abschiebung / L’Est Républicain: Rom will Roma retten / Delester zeichnet einen Dialog: der Weg von Rom ist nicht einfach, lehrt der Papst; alle Wege führen zu (Sinti und) Roma, oder?

Feststeht allerdings, dass sich der französiche Präsident Nicolas Sarkozy politisch unter Druck befindet. Durch die massive Abschiebung, die von Kritikern als brutal bezeichnet wird, will er wieder populär werden. Denn eine große Mehrheit der Franzosen unterstützt diese Massnahme. Nun erhebt aber die Kirche ihre Stimme und kritisiert die Ausweisung. Im katholischen Frankreich ist das heute ein zentrales Thema. Gilt christliche Nächstenliebe auch für Sinti und Roma? Darf eine Regierung Menschen aus ihren Unterkünften vertreiben? Sind die umstrittenen Lager tatsächlich eine Quelle von Menschenhandel und Prostitution, wie Sarkozy behauptet?

Lesen Sie bitte auch diese Beiträge:

Grußbritannien, Hungerstreik im Gefängnis: es sind unser aller Kinder

Europa, Deine Flüchtlinge und Sklavenarbeiter

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Moderne Solidarität à la française: Rachid zahlt die Geldstrafe für Burka-Tragende! / Burqa, France: une cagnotte Rachid Nekkaz pour payer les amendes / קנס על לבישת בורקה? אין בעייה, ראשיד ישלם

Daniel Dagan 14. Juli 2010

דניאל דגן – Die Burka Diskussion hat Europa wieder. Eigentlich keine Diskussion mehr. Jetzt wird gehandelt! Als erstes Land in Europa (und wohl in der Welt) hat Belgien beschlossen, ein Burka-Verbot zu verhängen. Nun folgt Frankreich. Das entsprechende Gesetz wurde gestern von der Assemblée Nationale mit nur einer Gegenstimme akzeptiert. Eine ungewöhnliche, sehr breite Zustimmung in einem sonst sehr zerstrittenen Parlament.

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La Voix du Nord: Verbot beschlossen / France Soir: das steht nun im Gesetzbuch / Mingote in ABC: Burka-Tragende staunen über eine Frau, die sich so präsentiert / Ultima Hora: …oder auch so – einfach lässig elegant

Spanien wird möglicherweise bald folgen. Andere europäische Länder erwägen ebenfalls Burka-Verbote in der Öffentlichkeit. Doch es gibt auch Widerstand. Zunächst unter Muslimen, die sich benachteiligt oder unterdrückt fühlen. Und auch unter Liberalen, die sich um die Freiheit der Menschen Sorgen machen. In diesem bestimmten Fall um die Freiheit, das eigene Gesicht zu verschleiern.

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Figaro: Stiftung wird gegründet! / Bivouac ID: eine Million für künftige Strafzettel / UAM, muslimischer Verband: Rettung für unsere Frauen / Hier wird Geld für “Mohamed le Magnifique” und weitere muslimische Einrichtungen gesammelt / Rachid Nekkaz: er bewarb sich 2007 für das höchste Amt im Staat – Präsident der französischen Republik

Der Franzose Rachid Nekkaz ist beides. Er ist Moslem. Doch er fühlt sich liberal und fortschrittlich. Er bejaht ein Burka-Verbot in öffentlichen Einrichtungen. Doch er ist strikt dagegen, dass dieses Verbot – wie vom Parlament beschlossen – auch in der Öffentlichkeit gilt. Deswegen hat er nach eigenenen Angaben eine Stiftung gegründet, die die Geldstrafen für Burka-Tragende zahlen würde. Immerhin 150 Euro pro Verstoß.

Nun haben die Burka-Liebhaberinnen eine echte Alternative. Entweder lassen sie sich in der Öffentlichkeit nicht mit Burka erwischen. Oder sie wenden sich an die neugegründete Stiftung. Rachid hat versprochen. Rachid wird auch zahlen!

Lesen Sie bitte auch diese Beiträge:

Belgien: Burka Verbot

Schweiz: Minarett Verbot

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Regionalwahlen in Frankreich: bald haben nur noch Frauen das Sagen… / France: Cherchez la Femme pour gagner le vote! / צרפת: שתי נשים נגד סרקוזי – והאחת נגד השנייה

Daniel Dagan 17. März 2010

דניאל דגן – Was hat die erste Runde der Regionalwahlen in Frankreich ergeben? Erstens: die Bürger sind höchst unzufrieden. Weniger als 50 Prozent der Franzosen sind an die Urnen gegangen… Zweitens: Präsident Nicolas Sarkozy ist nicht mehr populär. Die Franzosen haben große Zweifel, ob ihnen seine unbestrittene Tüchtigkeit etwas bringt…

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20Minutes: so wählte Frankreich in der ersten Runde / Figaro: das sind die Allianzen für die zweite Runde / Louison in Marianne2: zum Urnengang / 20Minutes: …erschien Sarkozy demonstrativ mit Carla Bruni / France Soir: Premier François Pillon versucht verzweifelt, die Unentschiedenen zu mobilisieren / …damit die Macht nicht wie in diesem Film entgleitet

Doch es gibt noch eine zweite Runde am kommenden Sonntag. Diese sieht Sarkozy als eine Chance, die Wahlen doch noch für seine Anhänger in den Regionen zu entscheiden. Die Zauberworte heißen Abstention und Mobilisation. Man muss die Menschen, die den Urnen ferngeblieben sind bloß überzeugen doch noch zu wählen… man muss sie halt mobilisieren…

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Libération: Tief für Sarkozy – Sarkomerta! / Point de Vue: Carla ist die Rettung! / Telegraph: …denn sie steht ja ganz oben im Ansehen der Franzosen / France Soir: …so lassen sich Wähler gewinnen, die über Sicherheit in Schulen besorgt sind / Figaro: …so lässt sich Rechtsextremist Le Pen verdrängen, der nach Schweizer Vorbild mit Hetze gegen Muslime punkten will

Mit Sarkozy selbst wird es schwierig sein. Die Krise hat ihn gezeichnet. Den Franzosen geht es nicht so glänzend. Doch er hat eine Wunderwaffe: Carla Bruni-Sarkozy. Ehekrise hin oder her – Carla ist dabei. Und sie wird von den meisten Franzosen immer noch sehr geschätzt! Auch ansonsten versucht die Partei von Sarkozy, die UMP, eine weichere Politik zu verkaufen. Nah bei den Menschen. Mit vielen weiblichen Kandidatinnen, die jung und frisch auftreten.

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Tiffany Bozic in Juxtapoz: aus der Misere hoch / Figaro: mit Madamecherechz la femme! / …hier versuchen es die Konservativen mit einer Dosis Pop / Le Post: dieses Duo führt die sozialistische Opposition / Hello Coton: …wobei der Machtkampf tobt; Ségolène Royal sprach im TV just als Martine Aubry ihren Auftritt hatte – und wollte damit ihre Rivalin zum Schweigen bringen

Das ist für die Regierungsmehrheit auch bitter nötig. Denn die Sozialisten glänzen ohnehin mit einem weiblichen Führungsduo – Martine Aubry und Ségolène Royal. Beide sind populär. Beide haben den Ehrgeiz, bei nächster Gelegenheit den amtierenden Präsidenten abzulösen. Beide streiten heftig für Frankreich.

Doch Aubry und Royal streiten auch gegeneinander. Wie es nun mal in der Politik üblich ist. Ein spannender, femininer Machtkampf im Machtkampf. Frankreich muss entscheiden…

Lesen Sie bitte auch diesen Beitrag:

Deux Leaders féminins pour séduire la France…

Der Frühling ist bald da… Zeit für einen Abstecher nach Paris…

Die schönste, wenn auch die teuereste Stadt der Welt…

Kann die französische Republik von einer Frau regiert werden? Jeanne d’Arc

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Fussball: diese “Hand of God” sorgt für Furore / Ireland-France: Soccer, not Rugby! / La France au Mondial: Le Malaise / אירלנד-צרפת: כדורגל, לא כדוריד

Daniel Dagan 20. November 2009

דניאל דגן – Es war nicht meine Absicht, heute an dieser Stelle über Fussball zu schreiben. Doch ein Blick auf die Medien in Frankreich und Irland macht es absolut notwendig. Hand in Hand schreiben alle Kollegen: das geht doch nicht!

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Selbst die französische Presse ist entsetzt; Aujourd’hui: Le Malaise / L’Équipe: die Frage, die kränkt / Libération: das ist kein Fuss! / Le Figaro: eine Staatsaffäre!

Frankreich hat gewonnen. Irland hat verloren. Für die Franzosen ein bitterer Sieg. Für die Iren eine ungerechte, unakzeptable Niederlage. Wenn es beim Ergebnis bleibt, werden sie nicht zur Weltmeisterschaft nach Südafrika reisen.

Staatsaffäre wegen einer kleinen Handbewegung…

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Mit diesen zutreffenden Aussagen fasst die irische Zeitung Belfast Telegraph so alles zusammen: mein stärkster Fuss… / eben meine Hände / Raubüberfall am hellichten Tag! / Hochsprung zum Sieg! / Thierry, komm, spiel mit uns Rugby! / das ist die neue französische Nationalflagge

Bei der Fussball Weltmeisterschaft 1986 spielte Argentinien im Viertelfinale gegen Großbritanien. Dabei erzielte Diego Maradona ein Tor mit der Hand. Sehen sie bitte hier, wie dieses Tor zustande kam.

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Hand Gottes (Quelle: Wikipedia)

Diego Maradona: Hand of God Goal, 1986

Dem britischen Sender BBC gab Maradona ein Interview zum Thema “Hand of God”. Hier können Sie das Interview verfolgen:

Hand of God Interview on BBC

Hand Gottes – la mano de Dios

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Ausstieg aus dem Atomausstieg? Frankreich beobachtet & rätselt / Allemagne: l’abandon du nucléaire est remis en cause / אנרגיה אטומית להפקת חשמל? גרמניה אמרה לא.. גרמניה אומרת כן

Daniel Dagan 18. Oktober 2009

דניאל דגן – Die neue Koalition in Berlin will vereinbaren, die Laufzeit der Atomreaktoren zu verlängern. Ein Vorhaben, das man wirtschaftlich und umweltpolitisch gut begründen kann. Doch es bleibt ungewiss, ob die Bevölkerung mitmacht oder nicht. Haben die Deutschen etwa die Atomangst verloren?

In Frankreich rätselt man, ob die Nachbarn am anderen Ufer des Rheins tatsächlich eine Zäsur planen. Wird Deutschland langfristig wieder auf Atomkraft setzen? Wenn ja, wird der mächtige Nachbar auch versuchen, die ganze Nukleartechnologie zu beherrschen – samt Wiederaufarbeitung bestrahlter Kernbrennstoffe, Anreicherung von Uran, Lagerung von Atommüll?

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TAZ zeigt, was in Deutschland verpönt ist / Journal du Dimanche: ist wirklich das ganze deutsche Volk von Atomangst befallen? / Le Figaro meldet Wechsel: neue Koalition schiebt die Schließung von Reaktoren hinaus / GoodPlanet.info: auch Belgien will Reaktoren länger am Netz lassen

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Le Point: in dieser Anlage gab es einen Unfall – doch das irritiert die Franzosen noch lange nicht / Nucléaire-NonMerci.net: Kritiker zeigen die “Nuklearkarte” Frankreichs und warnen mit dieser Zeichnung vor den Spätfolgen der riesigen Atomindustrie; doch in Frankreich finden sie keine breite Zustimmung

Wie kein anderes Land in der Welt hat Frankreich auf Nuklearenergie gesetzt. Was in Deutschland den Menschen Angst macht ist in Frankreich eine Quelle von Nationalstolz. Hinzu kommt natürlich der wirtschafliche Faktor: die Atomindustrie in Frankreich ist hoch entwickelt. Paris wird weiterhin versuchen, Atomtechnologie für friedliche Zwecke zu exportieren. Zuletzt hat Präsident Nicolas Sarkosy entsprechende Angebote an die arabischen Golfstaaten unterbreitet.

Dazu  ist Frankreich auch eine militärische Atommacht. Das verschafft dem Land mehr Gewicht in der Weltpolitik und begründet unter anderem seinen Status als ständiges Mitglied des Weltsicherheitsrates.

So denken die Franzosen über den Atomaustieg: die Deutschen sind einfach nicht auf der Höhe der Zeit. Lesen Sie bitte hier den Beitrag (Französisch) von Jean-Marc Jancovici, Ingenieur und Berater -

“En voulant l’abandon du nucléaire, l’Allemagne se tropme d’époque”

Wer nutzt Atomenergie? Was sind Atommächte? Welche Rolle spielen sie in der Weltpolitik? Lesen Sie bitte hier weiter:

Atommacht

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English Version (translation by Google machines)

Tag der Einheit 2009: die deutsche Frage gibt es nur noch in Deutschland… / Farewell to the German Question? not in Germany! / השאלה הגרמנית נעלמה מן היחסים הבינלאומיים – רק בגרמניה עצמה היא חיה ובועטת

Daniel Dagan 4. Oktober 2009

דניאל דגן – Deutschland feierte die Einheit. Die Welt blickte auf Deutschland. Welche Zukunft für das Land mit der Mauer in den Köpfen?

Ein spektakulärer Tag – reich an Symbolen und an Emotionen.

Im Oktober 1989 besuchte der französische Staatspräsident François Mitterand die ehemalige DDR und sprach über “le défi allmand” – die deutsche Herausforderung. Im Klartext plädierte dieser Gegner der Einheit für die Beibehaltung der DDR als ein unabhängiger Staat. Er drückte somit eine damals in Frankreich weit verbreitete Stimmung aus. In Paris fürchtete man nämlich, dass ein vereintes Deutschland wieder eine Gefahr für Europa und für die Welt darstellen würde.

Die Franzosen waren damals nicht ganz allein. Die eiserne Lady aus Großbritanien, Margaret Thatcher, machte aus ihrem Widerstand gegen die Einheit keinen Hell…

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Bild: Riesen-Schlagzeile für die Riesen aus Frankreich / Spiegel: damals wollte Chefredakteur Erich Böhme nicht wiedervereinigt werden… heute zelebrieren seine Nachfolger im Blatt! / Die Welt: noch ist das Mädchen Einheit viel zu schwach… ein Elefant muss her, um den Karren zu ziehen…

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Die Welt: das Kind Einheit ist nicht pflegeleicht! / “Alles Gute kommt von oben”: schnelle Hilfe wird geleistet.. / Spiegel sieht Einheitsmärchen, hat also doch Zweifel… mit den Blattmachern aus dem Norden ist kein Staat zu machen! / Le Figaro: Weitblick von Angela Merkel; die nüchterne Kanzlerin aus dem Osten wird die Zukunft Deutschlands weiterhin gestalten

Gestern aber, in den Straßen Berlins, waren es gerade Franzosen, die für eine gute Einheitsstimmung sorgten… das allein schon ist ein Wunder der Geschichte! Wissen es aber die Deutschen richtig zu schätzen? Lesen Sie bitte hier (English) über théatre de rue et la Petite Géante… das sind die Künstler, die die Menschen in der Hauptstadt Berlin so begeistern konnten -

Royal de Luxe: Marionetten aus Frankreich für das vereinte Deutschland

In Saarbrücken versammelten sich gestern die Spitzenpolitiker Deutschlands, um die Einheit zu zelebrieren. Höchst symbolisch. Denn die Hauptzeremonie fand gerade dort statt, wo vor 20 Jahren der damalige Ministerpräsident vom Saarland – und obendrauf noch Kanzlerkandidat der SPD! – vehement gegen die Einheit polemisierte. Er wird es heute natürlich zu relativieren versuchen oder gar bestreiten… mit den uns gut bekannten demagogischen Sprüchen à la Lafontaine…

Aber alles ist gut belegt und dokumentiert – und zwar im Originalton Lafontaine. Der Mann, der auch noch heute Deutschland führen will, hat sich damals kläglich geirrt. Und er tut es übrigens auch noch heute in vielen Feldern der Politik. Lesen Sie bitte diesen Beitrag vom Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Das ist nicht Erich Böhme! diesmal doch eine zutreffende Analyse!

Lafontaine: der gescheiterte Kanzlerkandidat hat`s einfach nicht kapiert…

Cool: Frankreich feiert (und genießt) sein großes nationales Erbe / Giscard se fait guide en son château d’Estaing / בשבילם הביטוי נחלת אבות איננו מלה גסה: הצרפתים מגלים את ארצם

Daniel Dagan 21. September 2009

דניאל דגן – Über 12 Millionen Franzosen waren am Wochenende unterwegs, um ihr eigenes Land wieder zu entdecken. Eine große, nationale Feier, bei der die Menschen ihre eigene Kultur noch intensiver kennenlernten. Frankreich leistete schon immer einen großen Beitrag für Europa und die Welt. Zusammen mit den engen Partnern und Nachbarn kann man ruhig rufen – Vive la France!

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Le Figaro & andere Medien schwören ungeniert auf das nationale Erbe: ganz Frankreich ist auf den Beinen!! / So haben Sie Moulin Rouge wohl schon mal gesehen, oder? / Aber auch so, hinter den Kulissen?

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Hier zeigt Le Figaro, was noch nie zu sehen war: alte Gegenstände & Requisiten in Neuilly-sur-Seine / Utopie? nein, Biennale de Lyon; strengen Sie sich an, fahren Sie dorthin / Das Théâtre du Ranelagh feiert das Fest der Philosophen – mit Denis Diderot als Vedette; « Ah, vous voilà, monsieur le philosophe ! Que faites-vous ici, parmi ce tas de feignants ? »

Was lernen wir von den Franzosen? Gerade im Zeitalter der Globalisierung brauchen die Menschen mehr Halt und wollen ihre Identität stärken. Das finden sie in ihrem eigenen kulturellen Erbe, das sie auch gerne pflegen und gelegentlich sogar feiern. Verwerfliches oder Schlechtes ist es ganz und gar nicht.

Meine Empfehlung: Feiern Sie bitte mit den Franzosen – zunächst über diese Website und über das Internet. Dann aber auch möglichst bei häufigen Besuchen im wunderschönen Nachbarland.

Denis Diderot: ein führender Kopf der europäischen Aufklärung

Zum Thema Frankreich lesen Sie bitte auch diese Beiträge:

Joie de vivre Index statt Dax

Deux Leaders féminins pour séduire la France

So berichtet heute Le Figaro (Französisch)

Journées du patrimoine : plus de 12 millions de visiteurs

La 26 ème édition de ces journées a été une nouvelle fois un succès, avec autant de monde que l’année dernière. Pour la première fois, les visiteurs pouvaient voir les coulisses du Moulin rouge à Paris.

Den ganzen Beitrag lesen »

Armer Planet Erde: wo bleibt Deine Leadership?/ Will Obama’s US cut emissions ahead of Copenhagen conference? No, we can’t! / חוסר מעש, העדר מנהיגות: כדור הארץ מתחמם ושותת

Daniel Dagan 16. September 2009

דניאל דגן – Alarmierende Nachrichten zur Umwelt: die Weltbank fördert mit vielen Milliarden den Ausbau von Kohlekraftwerken, die unsere Luft verpessten. Auch unter Präsident Barack Obama kann oder will die USA ihre Verpflichtungen zur Reduzierung von Emissionen nicht einhalten. Der Alleingang Deutschlands in der Atomenergie (egal wie man dazu steht) ist praktisch sinnlos, da überall auf der Welt nukleare Kraftwerke gebaut werden. Beim engen Partner Frankreich ist die Nutzung dieser Technologie sogar mit viel Ehrgeiz und Nationalstolz verbunden. Eine wichtige, internationale  Umweltkonferenz wird im Dezember in Kopenhagen stattfinden. Doch ausser schönen Worten ist nicht viel zu erwarten. Unser Planet blutet. Doch der Welt fehlt Leadership.

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Times, London: World Bank subventioniert verpesste Luft durch Verbrennung von Kohle / Guardian: Europa verlangt von den USA, Vereinbarungen einzuhalten / Die Welt erwärmt sich; die Menschen versagen / Figaro zeigt Big Apple: Mitten im Marmor- Beton & Asphalt der Metropole erinnern die Künstler Claude & François-Xavier Lalanne an die vernachlässigte Natur

Aus Frankreich kommen frische Ideen zur Krise: kein Diktat der Zahlen mehr; Wohlstand wird neu definiert / Prospérité à la française: vacation time, health care, family relationships… / המשבר הכלכלי: סרקוזי מציע דרך חדשה למדוד רווחה

Daniel Dagan 15. September 2009

דניאל דגן – Während Barack Obama die USA mit Zahlen und Daten aus der Krise herausführen will, setzt Nicolas Sarkosy ganz neue Akzente. Der französische Präsident will erreichen, dass sich die Welt dem Diktat der bisher üblichen wirtschaftlichen Daten widersetzt. Er plädiert für ein neues Denken, bei dem das Wohl der Menschen wieder in den Mittelpunkt rückt.

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Figaro, Frankreich, zeigt Obama in Wall Street: wie kommt man aus der Krise heraus? / Im Elysée Palast nimmt Sarkosy einen Bericht entgegen, in dem ganz neue Ansätze stehen / Website Sarkosy: mit neuen Gedanken und richtigen Worten will er Mut & Zuversicht geben / Wall Street Journal,  New York: meinen die Franzosen das ernst?

Das will Frankreich: “Joie de vivre Index” statt Dax!

Lesen Sie bitte dazu in dieser Website die Rubrik, die sich mit dem Thema beschäftigt:

Globalisierung – was bedeutet das für uns?

Diese Zusammenfassung der Ansätze von Sarkosy (Französisch) veröffentlichte die Zeitung “France Soir”. Die Schlagzeile lautet -

Wachstum: der “Religion der Ziffern” ein Ende setzen

Croissance: Sarkozy veut mettre fin à la “religion du chiffre”

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CDU Wahlschlappe bewirkte Annährung Berlin-Paris: Front für Regulierung der Finanzmärkte & gegen den Iran / Sarkozy et Merkel ont serré les rangs sur la réforme du capitalisme financier; «l’Iran devait prendre très au sérieux les menaces de sanctions»

Daniel Dagan 1. September 2009

דניאל דגן – Nun akzeptiert auch Kanzlerin Angela Merkel die Position von Frankreichs Präsident Nicolas Sarkosy: die Finanzmärkte brauchen deutlich mehr Regulierung. Die Zustimmung Merkels wird in Paris als Konsequenz der Niederlage der CDU in Thüringen und im Saarland gesehen. Denn auch in Deutschland wird der Ruf nach Sozialstaat lauter. Großbritanien dagegen bleibt bei seiner Ablehnung. Premierminister Gordon Brown fürchtet um den Finanzplatz London.

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Le Figaro: Signal aus dem ehemals französischen Saarland – Wahlausgang begünstigte die Überzeugungsarbeit von Sarkozy / Berliner Zeitung: Sondergipfel der EU, um Positionen abzustimmen / La Tribune: von London kommt Gegenwind; Brown wird nicht mitmachen / Le Parisien: Einigung über den Iran; Teheran drohen Sanktionen Den ganzen Beitrag lesen »

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