06. Europa & die Welt

Genetisch bedingt und schon im Kindergarten gelernt: Politiker kleben an ihrem Stuhl / Sarrazin and the Musical Chairs at the Bundesbank / L’affaire Sarrazin ne fait que commencer!/ כיסאות מוזיקליים בבונדסבנק: סראצין נדבק לכיסא

Daniel Dagan 6. September 2010

דניאל דגן – Liebe Deutsche! Was ist mit Ihren Politikern los? Was passiert mit Angela Merkel? Mit Christian Wulff? Mit Sigmar Gabriel? Mit der ganzen Führung der deutschen Bank? Mit den Grünen, mit Die Linke und mit allen anderen? Unisono wollen sie gern, dass Thilo Sarrazin von sich aus geht. Er möge die SPD verlassen. Er möge seinen Posten in der Bundesbank aufgeben. Er möge auf alles verzichten, was mit Amt und Würde (und auch noch mit Geld) zu tun hat…

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Google-Suche: “am Stuhl kleben”; “genetisch bedingt” / The Apple: Tipps für Lehrer / 4 to 40:  jung oder alt – Spaß muss sein! / Ravensburger Puzzel: deutsche Wertarbeit Made in Germany!

An sich darf ich gar nicht intervenieren. Ich bin ja selbst ein Ausländer. Ich muss erst so richtig integriert werden, bevor ich in diesem Land mitbestimmen darf. Hinzu kommt der schwerwiegende Umstand, dass ich am Nil geboren wurde. Ich komme also aus Arabien. Andererseits habe ich als Jude vielleicht bestimmte Gene, die die Eingliederung in die Gesellschaft erleichtern. Darüber hinaus bin ich auch noch ein Flüchtling, dessen Schicksal vom eigenen Volk weitgehend verschwiegen wird. Echt verwirrend. Für Intergrationspolitiker bin ich bestimmt ein sehr komplizierter Fall!

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Kids Games Blog: für deutsche Politiker geeignet / The Blog Rof, Dazadi: …damit sie solche Stühle finden / Yediot, Israel: diese Auswahlt kommt aus China / Midi Libre, Frankreich: Straßenbild in Barcelona; er muss seinen Stuhl erst noch finden!

Doch hören Sie bitte auf mich! Ich habe ja viel internationale Erfahrung. Ein Politiker räumt seinen Posten sehr ungern – wenn überhaupt. Ein Politiker klebt am Stuhl. Das gilt ja auch für die Politiker, die den Rücktritt (von der Bundesbank) sowie den Austritt (aus der Partei) so vehement fordern. Sie müssten in den Kindergarten, um einige Weisheiten wieder zu erlernen und ihre muffigen Stuhlpolster aufzufrischen. Fangen wir gleich an. Mit Musical Chairs sind wir gemeinsam dabei. Das kann sogar Spaß machen!

Lesen Sie bitte auch diese Beiträge:

Afghanistan, Kunjuktur, Toleranz: kann Europa die Wahrheit ertragen?

Nützliche Idioten am Werk: die systematische Verschleierung der Wahrheit

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Idul Fitri, Hari Raya: Die muslimischen Nachbarn Indonesien und Malaysia feiern und streiten / Indonesia-Malaysia maritime dispute: End of Ramadan and TV series for kids help in easing tensions / אינדונזיה: העולם המוסלמי האחר

Daniel Dagan 5. September 2010

דניאל דגן – Waren Sie schon mal in Indonesien? Auf Bali? Oder so wie ich auf einer fernen Insel, Komodo, um die Warane zu besuchen? Vielleicht war Ihnen dabei nicht bewusst, dass Indonesien bei weitem das größte muslimische Land ist. Der asiatische Islam entwickelte sich ganz anderes als in Arabien, wo der Glaube ja herkommt und wo das unbestrittene Zentrum dieser großen Religion liegt. Doch viele Gemeinsamkeiten bleiben. Auch die hohen Feiertage, die allerdings teilweise anders genannt werden.

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Jakarta Globe: Stau! / Jakarta Post: Wege der Ferien / Mudik Senyum, Liputan: Angebote für Kinder zum Fest / The Sun, Kuala Lumpur: aus diesen Pflanzen wird eine traditionelle Speise zum Hari Raya zubereitet

In Indonesien und anderswo werden Muslime bald das Ende der Fastenzeit feiern. Der Ramadan wird mit einer feierlichen Mahlzeit abgeschlossen, die im größten muslimischen Land Idul Fitri heißt. Das ist eine Zeit der Freude und der Besinnung. Auch wenn man die vielen Probleme nicht vergessen kann. Im benachbarten Malaysia – auch ein muslimisches Land – nennt man übrigens die Feierlichkeit Hari Raya. Heute sammelte ich für Sie einige Eindrücke von einem fernen Islam, über den in Europa kaum berichtet wird. Zwar ist es eine andere Welt. Doch es ist auch unsere gemeinsame Welt.

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Bali Post: die Menschen denken an Glaubensgenossen in Pakistan / Inside Indonesia: die Kunst bietet Raum zum Nachdenken / Jakarta Globe: scharfe Kritik an der Haltung der Europäer gegenüber Muslimen auf dem alten Kontinent / …Kinderserie aus Malaysia bringt Entspannung in Indonesien / Jakarta Post: …beide muslimische Länder streiten heftig über Territorium und Seegrenzen (hier President SBY und Ministerpräsident Najib Tun Razak)

Lesen Sie bitte auch diese Beiträge:

Indonesien: Die Erde bebt, der Mensch bleibt machtlos

Malaysia, Fernost: Streit um das Wort Allah

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Humboldt University of Berlin: A statement regarding plagiarized passages in a book published by Black Dog Publishing of the UK / London based publisher is not prepared to accept liability and to issue a correction / Scholars criticize irresponsible behaviour of BDP’s leaders

Daniel Dagan 3. September 2010

Here is a statement signed by the President of the Humboldt University of Berlin. A key sentence in the statement reads: “The commission (of the university) confirms that intellectual property rights have been infringed”.

The book referred to in the university’s statement is this:

Hutchison, Alice. Kenneth Anger: A Demonic Visionary. London: Black Dog Publishing, 2004.

To read the document you would need a password. If you are interested in plagiarism from Academic works of students you are welcome to mail your name and address to: info(at)danieldagan.com

Humboldt University Statement on Plagiarism

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The Humboldt University of Berlin, Germany, is Berlin’s oldest university. It was founded in 1810 by Wilhelm von Humboldt. The university’s name honors both its founder and his brother, the famous scientist Alexander von Humboldt. The university is located in the center of Berlin, at the boulevard Unter den Linden. Humboldt University is home to 29 Nobel Prize winners and enjoys a worldwide reputation for its Academic excellence

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Sarrazin geht; die Integrationsdebatte kommt / Immigration: Europe is failing its Muslims / קליטת מהגרים מוסלמים באירופה: למה זה לא עובד

Daniel Dagan 3. September 2010

דניאל דגן – Thilo Sarrazin hat Unerträgliches gesagt und geschrieben. Zum Beispiel, dass die jüdische Identität durch besondere Gene bestimmt wäre. Quatsch! Judentum ist keine Rasse. Jeder Mensch, egal welcher Herrkunft, kann Jude werden. Thilo Sarrazin hat viele Menschen – auch mich – irritiert und verärgert. Er hat sich verrannt. Er hat sich selbst großen Schaden zugefügt. Er hat nun einige Formulierungen wieder zurückgenommen. Immerhin.

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The Local: Deutschland diskutiert / Wall Street Journal: Rausschmiss aus der Bundesbank / Midi Libre, Frankreich: Arbeitslosigkeit… Gehälter… lauter soziale Probleme in Europa; auch der Herbst wird warm!  / Islam Online: das irritiert viele Menschen im Abendland / Joan Vizcarra in El Jueves, Spanien: Angela Merkel besorgt um Deutschlands Image

Doch vieles, was Thilo Sarrazin sagt und schreibt, trifft leider zu. Vor allem die enormen Integrationsprobleme, die eindeutig mit bestimmten Gruppen verbunden sind. Das wurde bisher weitgehend beschönigt oder gar verschwiegen – aus unsachlichen Gründen. Weil es sozusagen nicht Politically Correct wäre. Nun geht Sarrazin. Das ist auch gut so. Gleichzeitig aber kommt die große Debatte über Immigration von Muslimen in Deutschland und in Europa. Das ist ebenfalls gut!

Manche Selbstdarsteller und Scharfmacher versuchen mit allen Mitteln, sich mit dieser Debatte persönlich zu profilieren. Sie wollen unbedingt in die Medien kommen. Sie wollen ihre Eitelkeit befriedigen und sich in Szene setzten. Es sei ihnen gegönnt. Doch Deutschland und Europa brauchen eine ehrliche, offene und sachliche Auseinandersetzung mit dem großen Thema Immigration. Sarrazin hat dazu einen Beitrag geleistet. Das kann man nicht wegdiskutieren oder gar wegdenken.

Lesen Sie bitte auch diese Beiträge:

Frankreich: Rachid zahlt Geldstrafe für Burka-Tragende

Minarett-Verbot in der Schweiz: die intolerante Eidgenossenschaft

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Iran: und nun wird Carla Bruni beschimpft / Because she defends an Iranian woman… French first lady Carla Bruni branded as a “prostitute” and “immoral” / איראן: כלי התקשורת תוקפים את קרלה ברוני סרקוזי

Daniel Dagan 31. August 2010

דניאל דגן – Carla Bruni, die Frau des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy, wird in diesen Tagen in iranischen Medien massiv beschimpft. Grund: Carla setzt sich für die Rechte einer iranischen Frau ein, die wegen Ehebruch und anderen Delikten zum Tode verurteilt wurde.

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France Soir, Libération: die Frau des Präsidenten Ziel einer iranischen Medienschelte / The Iranian, Zeitung der Opposition: Küssen-Lernen auf Iranisch / Inn, Iran: Frauen beim Gebet; so wollen es die Ayatollahs

Hier finden Sie einige Eindrücke, die diese Kampagne begleiten und die allgemeine Situation im Iran wiedergeben. Unten können Sie Berichte in Deutsch (Der Spiegel) und Französisch (France Soir) über die höchst peinliche Angelegenheit lesen.

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Chabar, Teheran: das ist zurzeit Recht im Iran / Iran Daily: Attacke auf Sarkozy auch wegen Abschiebung von Sinti und Roma / Karrikatur zeigt arabische Rivalen des Iran, die mit Hilfe der USA aufrüsten / Phil Disley im Guardian, Großbritannien: der iranische Präsident und seine langen Arme

So wird Carla in offiziellen iranischen Medien vorgestellt:

Bericht Spiegel Online / Bericht in France Soir

Lesen Sie bitte auch diese Beiträge:

Coast to Coast Ramadan: 30 Stations on the Road to God

Arabische Frauen in Israel und Palästina: hier sind sie stärker und einflußreicher

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Ob in Afghanistan oder im Irak: die Ziele des Westens werden vor Ort ganz anders wahrgenommen / Afghanistan & Iraq at War: what Obama sees is not what America gets / על מלחמות טובות ורעות: כשלון אמריקני גם באפגניסטן, ה”בייבי” של אובמה

Daniel Dagan 29. August 2010

דניאל דגן – Die USA verabschiedet sich vom Irak. Für Präsident Barack Obama lautet das Fazit: mit dem bald abgeschlossenen Abzug wurde ein ungerechter Krieg beendet. Amerika konzentriert sich nun verstärkt auf das militärische Engagement in Afghanistan. Dieses – im Gegensatz zu Irak – betrachtet Obama als sinnvoll und gerecht. Denn da geht es (angeblich oder auch tatsächlich) um das vielzitierte Ziel Bekämpfung des internationalen Terrorismus.

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Iraq All News: Obama kündigt Rückzug an / Al Manarah: …Amerikaner verlassen das Land / Addustour: Obamas Bad in der Militär-Menge / Anti War Blog: soviel Soldaten mussten im Irak ihr Leben lassen

Diese Darstellung reflektiert eine westliche Betrachtungsweise. Sie ist sicherlich wohlwollend. In beiden Ländern interveniert der Westen, um bestimmte und auch noble Werte sozusagen zu importieren: Freiheit. Demokratie. Rechte für Frauen. Transparenz. Das ist gut gemeint und am Rande hin und wieder auch wirksam. Doch der Schein trügt. Denn diese schöne, teilweise naive westliche Haltung entspricht ganz bestimmt nicht der Wahrnehmung der Menschen im Irak oder in Afghanistan.

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Al Moharer, Organ der Ba’ath Partei, die Saddam unterstützte: Unsitten aus dem Westen importiert / Patrick Chappatte in New York Times: die Amis gehen… wer kommt? / Salman Abed in Voice of Irak: amerikanischer Sieg im Irak? Zweifel sind erlaubt  / wer dreht an der Terror-Spirale?

Realistischerweise muss man unmissverständlich feststellen: Die meisten Menschen – sowohl im Irak als auch in Afghanistan – wollen oder können die westlichen Werte nicht verinnerlichen oder gar umsetzen. Für sie ist die westliche militärische Präsenz eine Parteinahme für eine bestimmte Volksgruppe im Land (im besten Fall) oder eine Unterjochung von Aussen (im schlimmsten Fall). Der Kampf gegen Al Kaida und andere Terrorgruppen gerät dabei in den Hintergrund.

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Kriegsschauplätze Afghanistan und Irak (Courtesy maps Magellan Geographix and Wiki Commons)

Die ethnische und religiöse Vielfalt im Irak and in Afghanistan wird im Westen als Bereicherung und Pluralismus verstanden. Doch vor Ort ist es Anlass für einen Dauerkampf, der täglich Opfer kostet. Beide Staaten wurden übrigens durch die Kolonialmacht Großbritannien errichtet, ohne dass es dafür die notwendige Koherenz und innere Integrität gab. Es ist also kein Zufall, dass die Einheit im Irak und Afghanistan immer wieder nur durch massive Gewaltanwendung bewahrt werden konnte.

Leider ist zu befürchten, dass die Kämpfe unter den rivalisierenden Volksgruppen weiterhin das Geschehen im Irak und Afghanistan bestimmen. Daran kann auch Obama nichts ändern. Die Iraker bzw. die Afghanen werden letzlich selbst darüber befinden müssen, ob sie die territoriale Intergrität behalten, und wie sie das jetzige (oder neue) Staatswesen gestalten. Dass dieser Prozess sehr schmerzhaft und möglicherweise blutig sein wird zeichnet sich schon jetzt ab. Ein Prozess von Nation Bulding kann nicht aus Amerika kommen. Auch beim besten Willen nicht.

Lesen Sie bitte auch diese Beiträge:

Afghanistan, Irak, Somalia, Yemen: dem Westen sind die Hände gebunden

Sechs Anrainer schauen zu, wie Nato in Afghanistan blutet

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Das können wir sogar auf Urdu verstehen: Hilferuf einer einsamen Frau / Maxim criticizes Pakistan MNA’s in The Nation: where have they all gone? / פקיסטן: איפה הם חברי הפרלמנט כולם

Daniel Dagan 26. August 2010

דניאל דגן – Eine ältere Frau ruft: Hilfe! Dieser Ruf erscheint heute als Aufmacher in mehreren pakistanischen Zeitungen. Nur wenige von uns können Urdu lesen. Doch wir verstehen sehr gut, was die Frau braucht. Und wir wollen helfen. Viele von uns tun es über verschiedene Organisationen. Und das selbstverständlich ohne Rücksicht auf die feindliche Haltung dem Westen gegenüber, die es leider in Teilen der pakistanischen Gesellschaft gibt.

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Daily Jurat, Daily Mahasib, Daily Pakistan – Zeitungen in Urdu: eine einsame, ältere Frau beherrscht die Schlagzeilen

Die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien fühlt sich ganz besonders in der Pflicht. Viele Pakistanis leben in London und anderen Städten in England. Sie mobilisieren die Öffentlichkeit und rufen zu Spenden auf. Der frühere Ministerpräsident Gordon Brown hat einen eindrucksvollen Beitrag geschrieben, in dem er hier, in The Huffington Post, die Naturkatastrophe in Pakistan ausführlich beschreibt. Die Dimenstionen sind erschreckend, wie er zutreffend feststellt.

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Daily Islam, Karachi: Pakistan heute / Sky News, Großbritannien: Weg der Verwüstung / Guardian: Rettung  auf dem Baum / Telegraph: der Luftraum teilweise blockiert;Versorgung von Nato-Einheiten in Afghanistan betroffen

Massive Kritik an der schleppenden Hilfe gibt es in Pakistan selbst. Viele Medien berichten, dass die Regierung nur zögernd reagierte und nicht kompetent handelt. Ein weiterer Kritikpunkt: gut bezahlte Politiker, darunter viele MNA’s (Members of National Assembly) beteiligen sich nur geringfügig oder gar nicht an dem Relief Fund für die Opfer der Katastrophe. Inzwischen gibt es mehrere Privatinitiativen. Wohlwollende Menschen springen da ein, wo die Regierung versagt.

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Pakistan Defence: diese Website von Militärs beklagt sich über die hohen Bezüge der Abgeordneten (MNA) / Maxim in The Nation: MNA’s laufen weg, wenn es um Spenden für die Opfer geht / Tehreek-e-Insaf: dieser wohlhabende Pakistani kritisiert die Regierung und sammelt selbst für die Opfer

Lesen Sie bitte auch diese Beiträge:

Pakistan zwichen Hoffnung und Verzweiflung

Al Kaida: wir wissen immerhin, dass wir nichts wissen

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Iran: Burka- und Atom-Tanz der Ayatollahs / What you see HERE ist what you get in today’s IRAN / אביטל, עמוס ו-סלמן עבד (בגדאד) מראים לנו את איראן

Daniel Dagan 24. August 2010

דניאל דגן – Warum zögert US Präsident Barack Obama beim Thema Iran? Weil er sich immer noch nicht von seinen ursprünglichen Illusionen befreien kann. Und weil er von Beratern umgeben ist, die die Realität einfach nicht zur Kenntnis nehmen wollen. Warum sagt uns Vladimir Putin nicht die volle Wahrheit über die Zusammenarbeit von Russland mit dem Iran? Weil er Geschäfte mit dem Nachbarstaat machen will – und dafür die Gefahr einer nuklearen Aufrüstung des Iran in Kauf nimmt.

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Amos Biederman in Ha’aretz: die Russen helfen – und hören nichts / Figaro, Paris: neue iranische Entwicklung – Drohne, die Sprengsatz trägt / Atomkraftwerk Bouchehr / Focus: Irans Präsident Ahmadinedschad lehrt Europa das Fürchten

Warum kooperiert China so intensiv mit dem Iran – trotz Sanktionen, die angeblich auch von Peking mitgetragen werden? Weil das Reich der Mitte hungrig nach Rohstoffen ist und keine Chance auslässt, diese zu bekommen. Warum bleibt der europäische Handel mit dem Iran auf seinem aktuellen Niveau oder steigt sogar? Weil die Politiker nur halbherzig Sanktionen unterstützen. Sie wollen die Stimmung nicht beeinträchtigen. Das kann sich negativ auf die Konjuktur auswirken. Und sie haben Angst, dass ihre Länder wieder Ziel von Anschlägen werden, die der Iran über seine Proxies jederzeit veranlassen kann.

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Salman Abed, Baghdad: den Libanon hat er über Proxy Hizbollah einkassiert / La Vanguardia, Barcelona: wohin der Iran? / Dotan Yerushalmi: die Ayatollahs lassen Frauen nach ihrer Pfeife tanzen; Variation auf Burkas (frei nach Henry Matisse) / Avital Alter: Atomanlage Bouchehr statt Turm zu Babel

Zum Glück gibt es uns Journalisten, die ungeschminkt die Wahrheit sagen können (auch wenn sie es nicht immer tun – bleiben Sie äusserst kritisch!). Und es gibt die Künstler, die durch grafische, fantasievolle Darstellungen pointierte und klare Feststellungen treffen. Hier habe ich einige Kreationen für Sie zusammengestellt. Schauen Sie sie an. Lassen Sie sie auf sich wirken. Und besuchen Sie uns morgen bitte wieder. Danke!

Lesen Sie bitte auch diese Beiträge:

Quo vadis Iran?

Noch testet Iran seine Raketen in der Wüste

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Abschiebung in Frankreich: Rom streitet für Sinti und Roma / France: Rom protests massiv expulsion of Roma / “Rome au secours de Roms” / זרים או לא? כך מגרשים צוענים בצרפת

Daniel Dagan 23. August 2010

דניאל דגן - In Frankreich werden in diesen Tagen mehrere Lager von Sinti und Roma gewaltsam geschlossen. Ihre Bewohner werden nach Rumänien oder Bulgarien abgeschoben. Paris argumentiert, dass diese Lager am Rande der Städte illegal sind. Ihre Existenz wäre mit vielen Belästigungen und Gefahren verbunden. Zudem werden sie benutzt, um Menschen unterzubringen, die in den Bevölkerungszentren Europas systematisch und organisiert betteln, wie in diesem BBC beschrieben wird.

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La Croix, katholische Zeitung, nimmt Stellung gegen Härte / wo befindet sich la Croix, das Kreuz – also das Gewissen? / L’Express: die Kirche protestiert gegen die Abschiebung / L’Est Républicain: Rom will Roma retten / Delester zeichnet einen Dialog: der Weg von Rom ist nicht einfach, lehrt der Papst; alle Wege führen zu (Sinti und) Roma, oder?

Feststeht allerdings, dass sich der französiche Präsident Nicolas Sarkozy politisch unter Druck befindet. Durch die massive Abschiebung, die von Kritikern als brutal bezeichnet wird, will er wieder populär werden. Denn eine große Mehrheit der Franzosen unterstützt diese Massnahme. Nun erhebt aber die Kirche ihre Stimme und kritisiert die Ausweisung. Im katholischen Frankreich ist das heute ein zentrales Thema. Gilt christliche Nächstenliebe auch für Sinti und Roma? Darf eine Regierung Menschen aus ihren Unterkünften vertreiben? Sind die umstrittenen Lager tatsächlich eine Quelle von Menschenhandel und Prostitution, wie Sarkozy behauptet?

Lesen Sie bitte auch diese Beiträge:

Grußbritannien, Hungerstreik im Gefängnis: es sind unser aller Kinder

Europa, Deine Flüchtlinge und Sklavenarbeiter

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Atombombe Ja oder Nein? der Iran lässt sich nicht scannen / Is Iran still Nuke-Free? Trust is a good thing, but control is a better one! / אז איפה הן הפצצות כולן? שלנו הנוסעים וכמובן של איראן

Daniel Dagan 20. August 2010

דניאל דגן – Sind Sie zuletzt mal wieder geflogen? Dann haben Sie es hautnah erlebt: man sucht nach kleinen Bomben. In Ihrem Gepäck. In Ihren Schuhen. Am Körper. Überall. Nun setze ich natürlich voraus, dass Sie kein Selbstmordattentäter sind. Dann nehmen Sie die kleine Belästigung gern in Kauf, die mit der gründlichden Durchsuchung einhergeht. Hauptsache keine Bomben im Flieger!

Iranische Bombe: Beruhigunspillen… Vermutungen… Spekulationen… keine Gewissheit

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New York  Times: NOCH ist die große Bombe nicht da / Huffington Post: redet Obama die Lage schön? / Canada Free Press sieht die Atombombe zu Ramadan serviert; im Bild – offizielle US-Kampagne gegen Atomwaffen / Nicholson in The Australian: Suche nach Bomben als tägliche Routine

Ähnlich sollte es eigentlich auch mit großen Bomben sein. Ich meine mit Atombomben. Dem Iran wird immer wieder vorgeworfen, an solchen gefährlichen Bomben zu basteln. Teheran aber dementiert vehement, dass es an der Produktion von Nuklearwaffen interessiert ist. Was wäre einfacher, als einmal gründlich zu durchsuchen? Wie eben an jedem Flughafen der Welt? Gibt es einen besseren Ausweg? So könnte man schnell und elegant die heftigen Auseinandersetzungen beenden, die die Weltpolitik seit mehreren Jahren überschatten.

Amerikanische Truppen verlassen den Irak; auch dort bekommt der Iran mehr Einfluß

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Patrick Chappatte in NYT beschreibt die Situation im Irak: Amerikaner gehen… Al Kaida kommt… / Irakischer Künstler Salman Abed zeigt die Zustände in seinem Land: Streit unter Muslimen / Einsatz der Sicherheitskräft / Blutbad und kein Ende

Doch der Iran war bisher nicht bereit, seine Nuklearanlagen überprüfen zu lassen. Teheran lehnt die gründliche, professionelle Kontrolle ab. Es gewährt keinen Zugang zu diesen netten Sicherheitsbeamten, die uns Passagiere täglich an allen möglichen Flughäfen befragen, anfassen, scannen und sonstwie untersuchen…  was sagt diese Haltung über die wahren Intentionen des Iran? Gibt es also irgendwo im Iran doch die große, gefährliche Bombe?

Ganz nebenbei bemerkt: der Iran hat im Nachbarstaat Irak viel Einfluß. Dieser wird bestimmt zunehmen, wenn die US-Armee das Land vollständig verlässt. Die wichtige regionale Macht Iran bekommt also mehr Gewicht. Gerade im Hinblick darauf ist es wichtig, die nuklearen Ambitionen von Teheran zu bremsen. Vertrauen ist gut. Kontrolle ist besser!

Lesen Sie bitte auch diese Beiträge:

Iran & Zimbabwe auf der Suche nach Uranium

Lula gegen Iran-Sanktionen: lassen Sie sich bloß nicht einlullen!

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