08. Israel & Nahost

Abbas & Netanyahu treffen sich zu Friedensgeprächen: Schule hat begonnen! / Washington Mideast Summit: talking peace or trading blames? / ערן וולקובסקי מתעד את פגישת עבאס נתניהו: שלום כיתה א’ בתהליך השלום

Daniel Dagan 1. September 2010

דניאל דגן – In Washington beginnen – endlich! – direkte Gespräche zwischen dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu und dem Präsidenten der palästinensischen Autorität Mahmoud Abbas. Wieder mal eine Chance für den Frieden, die allerdings mit vielen Fragezeichen behaftet ist. Im Prinzip sind die Umrisse eines Kompromisses schon längst bekannt. Sie wurden bereits vor zehn Jahren in Camp David festgelegt. Sie wurden in zahllosen Gesprächen zwischen Ehud Olmert (dem Vorgänger von Netanyahu) diskutiert und abermals formuliert.

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Hassan Bleibel, Lebanon: Amerikaner verlassen den Irak; wer kommt? / direkte Gespräche à la Obama / Barry Hunau in Jerusalem Post: Sanktionen gegen Regionalmacht Iran? Teheran hat doch alles / sind das die direkten Gespräche Abbas-Netanyahu? / Plakat der Kunsthochschule Bezalel, Jerusalem: das umstrittene Land Israel

Leider aber fehlte bisher auf arabisch-palästinensischer Seite der Mut, den Konflikt endgültig zu begraben. Wie vor zehn Jahren Yasser Arafat (der Vorgänger von Abbas) weigerte sich vor zwei Jahren der jetzige palästinensische Präsident ein Papier zu unterschreiben, das einen großen, historischen Kompromiss zum Inhalt hätte: Austausch von Gebieten nach demographischen Gegebenheiten. Festlegung der Grenze zwischen Israel und dem künftigen palästinensischen Staat. Teilung von Aufgaben und Funktionen in Jerusalem. Beilegung der gegenseitigen Probleme um Flüchtlinge (Juden aus arabischen Ländern sowie Araber aus dem Kerngebiet Israels) durch Reparationen und eben nicht durch Rückkehr. Sicherheitsregelung. Und somit schließlich EIN ENDE DES KONFLIKTS.

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Eran Volokovsky, Ha’aretz: Abbas und Netanyahu bei Obama; Schule hat begonnen! / Moshik in Ma’ariv: Auf, zum Frieden! / Wafa, palästinensische Nachrichtenagentur, zeigt aktuelle Bilder aus Gaza – Markt und moderne Bibliothek / Iris: auch GROß-Israel ist SEHR klein!

Wie damals Arafat hat auch heute Abbas große, berechtigte Sorge, dass ihm die arabische und muslimische Welt nie verzeiht, wenn er einen jüdischen Staat im Lande Israel ein für allemal akzeptiert. Um Frieden zu schließen müsste Abbas eine sehr hohe Barriere der ideologischen und religiösen Überzeugung überwinden. Er müsste zugeben, dass es ein jüdisches Volk gibt. Er müsste sich dazu bekennen, dass dieses Volk nationale und souveräne Rechte hat. Das hat kein arabischer Leader vor Abbas getan. Das wäre ein Durchbruch, auf den wir alle gespannt warten. Doch aus der Sicht von weiten Teilen der arabischen und muslimischen Welt wäre das eine gefährliche, inakzeptable Entwicklung, die es zu vehindern gilt. Mit allen Mitteln – leider auch mit Gewalt.

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Die Fußsohle von Obama: so macht man es nicht im Orient!

Goldsteinigung durch den Apartheid-Richter konnte den Dialog nicht aufhalten!

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Ob in Afghanistan oder im Irak: die Ziele des Westens werden vor Ort ganz anders wahrgenommen / Afghanistan & Iraq at War: what Obama sees is not what America gets / על מלחמות טובות ורעות: כשלון אמריקני גם באפגניסטן, ה”בייבי” של אובמה

Daniel Dagan 29. August 2010

דניאל דגן – Die USA verabschiedet sich vom Irak. Für Präsident Barack Obama lautet das Fazit: mit dem bald abgeschlossenen Abzug wurde ein ungerechter Krieg beendet. Amerika konzentriert sich nun verstärkt auf das militärische Engagement in Afghanistan. Dieses – im Gegensatz zu Irak – betrachtet Obama als sinnvoll und gerecht. Denn da geht es (angeblich oder auch tatsächlich) um das vielzitierte Ziel Bekämpfung des internationalen Terrorismus.

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Iraq All News: Obama kündigt Rückzug an / Al Manarah: …Amerikaner verlassen das Land / Addustour: Obamas Bad in der Militär-Menge / Anti War Blog: soviel Soldaten mussten im Irak ihr Leben lassen

Diese Darstellung reflektiert eine westliche Betrachtungsweise. Sie ist sicherlich wohlwollend. In beiden Ländern interveniert der Westen, um bestimmte und auch noble Werte sozusagen zu importieren: Freiheit. Demokratie. Rechte für Frauen. Transparenz. Das ist gut gemeint und am Rande hin und wieder auch wirksam. Doch der Schein trügt. Denn diese schöne, teilweise naive westliche Haltung entspricht ganz bestimmt nicht der Wahrnehmung der Menschen im Irak oder in Afghanistan.

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Al Moharer, Organ der Ba’ath Partei, die Saddam unterstützte: Unsitten aus dem Westen importiert / Patrick Chappatte in New York Times: die Amis gehen… wer kommt? / Salman Abed in Voice of Irak: amerikanischer Sieg im Irak? Zweifel sind erlaubt  / wer dreht an der Terror-Spirale?

Realistischerweise muss man unmissverständlich feststellen: Die meisten Menschen – sowohl im Irak als auch in Afghanistan – wollen oder können die westlichen Werte nicht verinnerlichen oder gar umsetzen. Für sie ist die westliche militärische Präsenz eine Parteinahme für eine bestimmte Volksgruppe im Land (im besten Fall) oder eine Unterjochung von Aussen (im schlimmsten Fall). Der Kampf gegen Al Kaida und andere Terrorgruppen gerät dabei in den Hintergrund.

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Kriegsschauplätze Afghanistan und Irak (Courtesy maps Magellan Geographix and Wiki Commons)

Die ethnische und religiöse Vielfalt im Irak and in Afghanistan wird im Westen als Bereicherung und Pluralismus verstanden. Doch vor Ort ist es Anlass für einen Dauerkampf, der täglich Opfer kostet. Beide Staaten wurden übrigens durch die Kolonialmacht Großbritannien errichtet, ohne dass es dafür die notwendige Koherenz und innere Integrität gab. Es ist also kein Zufall, dass die Einheit im Irak und Afghanistan immer wieder nur durch massive Gewaltanwendung bewahrt werden konnte.

Leider ist zu befürchten, dass die Kämpfe unter den rivalisierenden Volksgruppen weiterhin das Geschehen im Irak und Afghanistan bestimmen. Daran kann auch Obama nichts ändern. Die Iraker bzw. die Afghanen werden letzlich selbst darüber befinden müssen, ob sie die territoriale Intergrität behalten, und wie sie das jetzige (oder neue) Staatswesen gestalten. Dass dieser Prozess sehr schmerzhaft und möglicherweise blutig sein wird zeichnet sich schon jetzt ab. Ein Prozess von Nation Bulding kann nicht aus Amerika kommen. Auch beim besten Willen nicht.

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Sechs Anrainer schauen zu, wie Nato in Afghanistan blutet

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20,000 Störche halten sich in Israel auf; Millionen Vögel werden erwartet / Storks invade Israel in spite of calls by hate groups to boycott the Jewish state / החרם שהטיל ניב גורדון על ישראל נשבר; חסידות מוסיפות לנחות בארץ

Daniel Dagan 26. August 2010

דניאל דגן – Soeben erreicht uns diese Eilmeldung aus Jerusalem: Hunderte Störche landen stündlich in Israel.  Sie kommen aus Europa. Sie sind durch die Wärme des Landes und seiner Menschen angezogen. Dabei überfliegen sie Boycott-Aufrufe von Hassern und Selbsthassern in aller Welt. 20,000 Störche wurden schon gezählt. Viele andere folgen. Sie sind eigentlich auf dem Weg nach Afrika. Doch zunächst machen sie es sich in Israel bequem. In den kommenden Wochen werden insgesamt über 500 Millionen Vögel erwartet, die Station in Israel machen wollen.

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Störche in Israel (Courtesy photos of Israel Broadcasting Authority) / Menachem Jerenberg in Jerusalem Post: Israel ist nun mal warm

Diese Störche kenne ich aus meiner Jugend im Kibbuz Mishmar Ha’emek. Sie sind sehr freundlich. Es macht Spaß, sie zu beobachten. Übrigens helfen sie den Bauern, indem sie viele Schädlinge fressen. Extra für die Störche wurden manche Felder in diesen Tagen gepflügt, damit sie besser an ihre Nahrung kommen. Für den Weiterflug brauchen sie ja noch viel Kraft. Hier ein Hinweis auf den Bericht, der von Noam Bar-Shalom geschrieben wurde (allerdings in Hebräisch). Er erschien an dieser Stelle in der Website von IBA, des führenden öffentlich-rechtlichen Hörfunk- und TV-Sender Israels.

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Das machen manche irreführende Iren: Kartoffelkrieg gegen Israel!

Tsunami von Lügen: keep your eyes wide open!

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Wer suchet, der findet: SO klein ist GROßISRAEL ! ! ! / Yes, Israel is GREAT; but Israel is a SMALL place after all / ישראל הקטנה… ישראל הגדולה… אומרים ישנה ארץ

Daniel Dagan 22. August 2010

דניאל דגן – Wieder lese ich in der Zeitung, dass Israel ganz Arabien gefährdet. Sorry, auch noch Europa, Afrika, Asien… eben die ganze Welt! Und dann kommt diese kleine Irritation dazu: die bösen Juden in Israel wollen GROß-Israel. Sie streben nichts anders als die Weltherrschaft an!

Doch wer eigentlich sind diese Juden? In vielen Gazetten steht neuerdings zu lesen, dass es überhaupt kein jüdisches Volk gibt! Das wäre wissenschaftlich untermauert! Alles nur eine Erfindung dieser schlimmen Israelis, die die Welt knechten und zugrunde richten… na ja, dann engagieren wir wieder einen Galgen-Richter, der für das Apartheid-Regime in Südafrika höchstpersönlich 28 Schwarze in den sicheren Tod schickte. Er ist ja selbst ein Jude! Er kann es! Er wird auf Israel herumhacken! Er wird Israel dämonisieren und delegitimieren!

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Diese Karten zeigen die Dimensionen von Israel – hier sogar noch mit Gazastreifen und mit der Westbank – im Vergleich zu Arabien (Quelle: Iris.org)

Mit diesem kurzen Beitrag versuche ich einiges zurecht zu rücken. Die Lügenindustrie arbeitet zwar weiterhin auf Hochtouren. Teilweise von der EU finanzierten, hasserfüllten NGOs verbreiten unsachliche oder gar falsche Behauptungen über den arabish-israelischen Konflikt. Andere NGOs – das gilt auch für Die Linke in Deutschland – arbeiten eng und gezielt mit Muslim Brotherhood und ähnlichen Extremisten zusammen. Doch man muss nicht gleich aufgeben. Man kann sich schlicht und einfach informieren. Ein Blick auf die Weltkarte ist hilfreich. Man bekommt Ahnung von der geografischen Lage. Man erfährt zum Beispiel, dass Israel die Stadt Gaza und Umgebung (Gazastreifen) gar nicht blockieren kann. Denn dieser hat eine gemeinsame Grenze mit Ägypten – ein wichtiges arabisches Land.

Schauen Sie sich bitte auch diesen Film an. Sie erfahren, dass es ganz offiziell gleich 26 muslimische Staaten gibt… übrigens auch viele christliche Staaten, von denen mehrere das Kreuz in ihren Nationalflaggen haben… und einen kleinen, minijüdischen Staat auch noch. Ist das wirklich SO schlimm? An den folgenden Stellen setzt man sich mit dem angeblichen RIESEN Israel auseinander: hier wird behauptet, dass es auf die Größe gar nicht ankommt – Size doesn’t matter! / hier informiert sich eine hübsche, attraktive Frau, wie KLEIN Israel eigentlich ist. Trotz weltweiter Kampagnen der Lügen, Verteufelung und Dämonisierung.

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Tel Aviv: Miami on the Med

Mishmar Ha’emek: mit Tama ist die Kibbuz Idee gut aufgehoben

Die geistigen Brandstifter sind fleißig am Werk

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Arabische Frauen in Israel & Palästina: hier sind sie stark und einflußreich / THESE Arab women are changing the Arab society WORLDWIDE / נשים בישראל ובשטחים מקדמות מהפיכה בחברה הערבית

Daniel Dagan 20. August 2010

דניאל דגן - Es wird für viele Leser unglaublich erscheinen. Doch es ist kein Märchen aus Tausendundeine Nacht. Das ist die Wahrheit: arabische Frauen in Israel und in den Städten und Gemeinden der palästinensischen Autorität haben schon heute VIEL mehr Macht und Einfluß als in den umliegenden arabischen Gesellschaften. Und Sie machen ständig Fortschritte. Mit ihrem selbstbewußten Auftreten in führenden Positionen begünstigen sie eine Entwicklung, die der arabischen Gesellschaft weltweit zugute kommt.

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Yediot: Leila Ghannam in ihrem Büro; im kleinen Rahmen ein Bericht von Mille e Una Donna, Italien / Yediot: Moderatorinnen von Radio Nisaa; Sendungen aus Ramallah von Frauen für Frauen / Stolz meldet Radio Nisaa deutscher Erfolg für diese arabische Schönheit

Noch ist das nur ein Anfang. Es bleibt viel zu tun. Doch die bisherigen Erfolge sind beeindruckend wenn nicht gar spektakulär. Im israelischen Parlament, der Knesset, stehen arabische Frauen oft im Mittelpunkt von kontroversen Debatten. In mehreren israelisch-arabischen Gemeinden üben sie Macht aus. In der 24- köpfigen Regierung der palästinensischen Autorität in Ramala sind immerhin fünf Frauen vertreten. Leila Ghannam ist Governor von Ramala. Die Bürgermeisterin der Stadt ist Janet Mikhael. Arabische Frauen können es!  In Israel und in Palästina. Warum sollen sie es anderswo nicht können?

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Al Jazeera: Lina Zahreddin & Yumana Nampur kämpfen mutig für ALLE arabische Frauen!

An Arab Woman with Tsahal: “it is my duty to defend the one country I have”

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Atombombe Ja oder Nein? der Iran lässt sich nicht scannen / Is Iran still Nuke-Free? Trust is a good thing, but control is a better one! / אז איפה הן הפצצות כולן? שלנו הנוסעים וכמובן של איראן

Daniel Dagan 20. August 2010

דניאל דגן – Sind Sie zuletzt mal wieder geflogen? Dann haben Sie es hautnah erlebt: man sucht nach kleinen Bomben. In Ihrem Gepäck. In Ihren Schuhen. Am Körper. Überall. Nun setze ich natürlich voraus, dass Sie kein Selbstmordattentäter sind. Dann nehmen Sie die kleine Belästigung gern in Kauf, die mit der gründlichden Durchsuchung einhergeht. Hauptsache keine Bomben im Flieger!

Iranische Bombe: Beruhigunspillen… Vermutungen… Spekulationen… keine Gewissheit

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New York  Times: NOCH ist die große Bombe nicht da / Huffington Post: redet Obama die Lage schön? / Canada Free Press sieht die Atombombe zu Ramadan serviert; im Bild – offizielle US-Kampagne gegen Atomwaffen / Nicholson in The Australian: Suche nach Bomben als tägliche Routine

Ähnlich sollte es eigentlich auch mit großen Bomben sein. Ich meine mit Atombomben. Dem Iran wird immer wieder vorgeworfen, an solchen gefährlichen Bomben zu basteln. Teheran aber dementiert vehement, dass es an der Produktion von Nuklearwaffen interessiert ist. Was wäre einfacher, als einmal gründlich zu durchsuchen? Wie eben an jedem Flughafen der Welt? Gibt es einen besseren Ausweg? So könnte man schnell und elegant die heftigen Auseinandersetzungen beenden, die die Weltpolitik seit mehreren Jahren überschatten.

Amerikanische Truppen verlassen den Irak; auch dort bekommt der Iran mehr Einfluß

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Patrick Chappatte in NYT beschreibt die Situation im Irak: Amerikaner gehen… Al Kaida kommt… / Irakischer Künstler Salman Abed zeigt die Zustände in seinem Land: Streit unter Muslimen / Einsatz der Sicherheitskräft / Blutbad und kein Ende

Doch der Iran war bisher nicht bereit, seine Nuklearanlagen überprüfen zu lassen. Teheran lehnt die gründliche, professionelle Kontrolle ab. Es gewährt keinen Zugang zu diesen netten Sicherheitsbeamten, die uns Passagiere täglich an allen möglichen Flughäfen befragen, anfassen, scannen und sonstwie untersuchen…  was sagt diese Haltung über die wahren Intentionen des Iran? Gibt es also irgendwo im Iran doch die große, gefährliche Bombe?

Ganz nebenbei bemerkt: der Iran hat im Nachbarstaat Irak viel Einfluß. Dieser wird bestimmt zunehmen, wenn die US-Armee das Land vollständig verlässt. Die wichtige regionale Macht Iran bekommt also mehr Gewicht. Gerade im Hinblick darauf ist es wichtig, die nuklearen Ambitionen von Teheran zu bremsen. Vertrauen ist gut. Kontrolle ist besser!

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Iran & Zimbabwe auf der Suche nach Uranium

Lula gegen Iran-Sanktionen: lassen Sie sich bloß nicht einlullen!

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Libanon, Mord an Rafic Hariri: nun wird auch Sohn Saad Rafic bedroht / PM Saad Hariri calls world leaders… SOS Lebanon! / ראש ממשלת לבנון למנהיגי העולם: הצילו

Daniel Dagan 12. August 2010

דניאל דגן – Der Mord an Rafic Hariri im Jahre 2005 ist immer noch ein zentrales Thema in der libanesischen Politik. Nun hat das internationale Special Tribunal for Lebanon in den Haag den Iran-Proxy Hezbollah dazu aufgefordert, alle Informationen und Dokumente zum Anschlag gegen den früheren libanesischen Ministerpräsidenten zur Verfügung zu stellen.

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El Nashba: das Tribunal verlangt Aufklärung; Nassrallah droht / Ousbou Al Arabe: arabische Politiker suchen einen Ausweg zu finden / Flotilla of the Fools: muslimische Extremisten und nützliche Idioten im Westen versuchen, auch Libanon in die Kontroverse um Gaza zu verwickeln / Leb Journal, Beirut: “wo jeder etwas zu sagen hat”

Hezbollah Chef Nasrallah reagierte mit einer flammenden TV-Rede, in der er sich rein zu waschen versuchte. Unmissverständlich war auch die klare, wenn auch unterschwellige Drohung: sollte Hezbollah auf die Anklagebank gestellt werden, wird es noch mehr Gewalt und Terror im Libanon geben. Schauen wir uns gemeinsam an, wie libanesische und israelische Medien die jüngsten Entwicklungen sehen.

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Al Akbhbar: Rafic Harari (der Vater) – ermordert / Amos Biederman in Ha’aretz: Saad Rafic Harari (der Sohn) – aktuell von Nasrallah bedroht / Or Reichert sieht Nasrallah als Lenker der Armee; Regierung dazu: “ich weiß von nichts, mein Name ist Hase” / Barry in Jerusalem Post: Irans Präsident Ahmadinedschad zeigt dem US Nahost-Beauftragten George Mitchell den heißen Stuhl Libanon

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Libanon: bald im Würgegriff der Islamisten?

Auch Ökumenischer Rat der Kirchen hetzt; Et tu, Brute?

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Libanon: bald auch im Würgegriff der Islamisten? / Is tolerant Lebanon doomed? Beirut on the verge of joining the Iran-Syrian alliance / איראן, חיזבאללה, סוריה: לבנון זה לא מה שהכרתם

Daniel Dagan 8. August 2010

דניאל דגן – Ernsthafte Sanktionen gegen Teheran werden immer wahrscheinlicher. Der Iran wird nervös. Und er reagiert, indem er seine militanten Verbündeten stärkt und aufhetzt. Erste, spürbare Konsequenzen: Hamas Raketen aus dem Sinai schlugen in der jordanischen Stadt Akaba (am Roten Meer) ein. Vom Libanon aus wurden israelische Soldaten angeschossen, die sich auf eigenem Territorium befanden.

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Avital Alter zeigt Nasrallah, Ahmadinedschad und Assad; Ziel ihres Feuers ist Israel (blau) / Alalam, Teheran: die israelisch-libanesische Grenze / Irans Außenminister droht / Meldung über US Verluste in Afghanistan / Hassan Bleibel, Beirut: tolerante Araber beobachten besorgt, wie sich Extremismus verbreitet – hier in Pakistan

Die Axe Teheran-Damascus wird noch enger. Libanon selbst muss sich immer deutlicher dem Willen des mächtigen Nachbarn  Syrien beugen. In Beirut gewinnt Iran-Proxy Hizbollah an Einfluss. Der libanesische Außenminister ist zu Besuch in Teheran – wo er sich die scharfe Rhetorik der Ayatollas zu eigen machte. Nach dem muslimischen Fest Ramadan wird der iranische Präsident Ahmadinedschad in Beirut erwartet. Ein Zeichen dafür, dass Extremisten und Islamisten auch noch in diesem arabischen Staat die Oberhand gewinnen.

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Helden der Revolution auf Cuba: Assad… Ahmadinedschad…

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Dubai… Mabhouh… Mossad… Uri Brodsky… Umfragetief für Kanzlerin… gute Zeit, auf Israel einzuschlagen! / Targeted Killings: in Germany they still call it Entwicklungshilfe (Foreign Aid) / שיעור בגרמנית: “חיסול ממוקד” פירושו סיוע לארצות מתפתחות

Daniel Dagan 6. August 2010

דניאל דגן -Ein Hamas aktivist, der für viele Morde an Zivilisten verantwortlich ist, wurde vor einigen Monaten in einem Hotel in Dubai tot aufgefunden. Es wird behauptet, dass israelische Agenten Mahmoud al-Mabhouh töteten. Der Polizeichef des kleinen Emirats geht fast täglich vor die Presse, um neue, unglaubliche Enthüllungen zu verkünden. 30 oder gar 50 Agenten waren an der gezielten Tötung beteiligt! Eine ganze Kompanie! Die Agenten hätten sogar fremde Pässe benutzt!

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Stern: solche Agenten hat BND aktiviert, um Steuersünder zu ermitteln / Spiegel: mit welchen Papieren haben diese Agenten gewirkt? / Focus: Terror-Alarm aus dem Iran, der Förderer von Hamas / Bild: Angela Merkel unpopulär; hilft es vielleicht, auf Israel herumzuhacken? / TAZ: gibt es so was tatsächlich? Spione im Alltag

Es kann gut sein, dass Israel hinter der Tötung von Mabhouh steht. Ist es für Deutschland hilfreich, dies an die große Glocke zu hängen? Ist Deutschland selbst nicht Ziel von Anschlägen, die Hamas-Verbündete wie die Muslim Brotherhood immer wieder zu verüben versuchen? Ausgerechnet die Gruppe, die in dieser Daily Report demaskiert wird? Die Gruppe, die im Netzwerk des inzwischen in Deutschland verbotenen IHH wirkt? Lohnt es sich tatsächlich für Deutschland, die Zusammenarbeit mit Israel aufs Spiel zu setzen? Hat Deutschland keine größeren Sorgen, als den mutmasslichen israelischen Agenten Uri Brodsky partout vor Gericht zu stellen?

Oft vergisst man zu berichten, dass der Iran-Proxy Hamas auf der Terror-Liste der EU steht. Man erweckt fast den Eindruck, dass Mabhouh als Mutter Teresa unterwegs war. Und man übersieht sowieso die Hunderten gezielten Tötungen, die NATO Truppen in Afghanistan, in Pakistan und womöglich anderswo durchgeführt haben und weiterhin täglich durchführen. Ist auch Deutschland daran beteiligt? Na klar – auch wenn die Regierung es nicht im Parlament groß verkündet. Dafür gibt es ja Wikileaks und Afghan War Diary!

Nun aber steht Deutschland Kopf: möglicherweise wurde ein deutscher Pass benutzt, um Mabhouh ins Paradies zu befördern – also genau dorthin, wo auf ihn viele von ihm selbst eingesetzte Selbsmordattentäter ungeduldig warten (bitte die 72 Jungfrauen nicht vergessen, die den Aufenthalt von Mabhouh im Jenseits versüssen)… das alles ist aber Nebensache. Kanzlerin Angela Merkel will unbedingt dahinter kommen, ob und wie ein deutscher Pass bei der Tötung des Chef-Terroristen benutzt wurde! Das ist eine passende Gelegenheit, Israel zu prügeln. Vielleicht hilft es sogar bei den schlechten Umfragen!

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Nahost: Ausgleich scheint möglich; der Iran wird nervös und lässt torpedieren / L’Orient le Jour, Liban: “on entend les mouches voler…” / אילת, עזה, לבנון: איראן שוב מנסה להצית אש

Daniel Dagan 3. August 2010

דניאל דגן – Es wird eng für den Iran. Sanktionen wurden im Weltsicherheitsrat vereinbart. Die USA und einige europäische Länder demonstrieren mehr Bereitschaft, das Atomprogramm der Ayatolas tatsächlich zu stoppen. Noch schlimmer für den iranischen Präsidenten: es könnte zu Verhandlungen oder gar zum Ausgleich zwischen Israel und seinen palästinensischen Nachbarn kommen. Die Lage wird dramatisch!

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L’Orient le Jour, Beiruth: die Fliegen stechen; Iran, Syrien und Hezbollah als Störenfriede / Amos Biederman in Ha’aretz: noch kann Israels Ministerpräsident Netanyahu so die Lage beobachten / Or Reichert: dieses Kind bewundert Fische in Eilat – und sieht mit Schrecken auch noch eine Rakete  / Eran Wolkovski: “ich gehe mal kurz die Friedensgespräche stoppen” / Avital Alter: Obama kämpft gegen Terror; mit Wikileaks wird die Aufgabe noch schwieriger

Doch der Iran hat Optionen. Er aktiviert seine Proxis im Libanon (Hezbollah) und in Gaza (Hamas). Es wird wieder geschossen. Aus einem unbekannten Ort in Sinai werden zudem Raketen auf die jordanische Stadt Akaba gerichtet. Einige schlagen in der benachbarten israelischen Stadt Eilat ein (ohne allerdings Schäden zu verursachen). Die Unruhe könnte die guten Entwicklungen torpedieren – im Sinne von Iran und von diversen NGOs, die mit Extremisten im Nahen Osten eng zusammen arbeiten. Wie geht man mit diesen Provokationen um? Entschlossenheit und Besonnenheit sind gefragt. Auf arabischer, auf israelischer – und nicht zuletzt auch auf europäischer Seite.

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