13. Kunst & Kultur

Genetisch bedingt und schon im Kindergarten gelernt: Politiker kleben an ihrem Stuhl / Sarrazin and the Musical Chairs at the Bundesbank / L’affaire Sarrazin ne fait que commencer!/ כיסאות מוזיקליים בבונדסבנק: סראצין נדבק לכיסא

Daniel Dagan 6. September 2010

דניאל דגן – Liebe Deutsche! Was ist mit Ihren Politikern los? Was passiert mit Angela Merkel? Mit Christian Wulff? Mit Sigmar Gabriel? Mit der ganzen Führung der deutschen Bank? Mit den Grünen, mit Die Linke und mit allen anderen? Unisono wollen sie gern, dass Thilo Sarrazin von sich aus geht. Er möge die SPD verlassen. Er möge seinen Posten in der Bundesbank aufgeben. Er möge auf alles verzichten, was mit Amt und Würde (und auch noch mit Geld) zu tun hat…

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Google-Suche: “am Stuhl kleben”; “genetisch bedingt” / The Apple: Tipps für Lehrer / 4 to 40:  jung oder alt – Spaß muss sein! / Ravensburger Puzzel: deutsche Wertarbeit Made in Germany!

An sich darf ich gar nicht intervenieren. Ich bin ja selbst ein Ausländer. Ich muss erst so richtig integriert werden, bevor ich in diesem Land mitbestimmen darf. Hinzu kommt der schwerwiegende Umstand, dass ich am Nil geboren wurde. Ich komme also aus Arabien. Andererseits habe ich als Jude vielleicht bestimmte Gene, die die Eingliederung in die Gesellschaft erleichtern. Darüber hinaus bin ich auch noch ein Flüchtling, dessen Schicksal vom eigenen Volk weitgehend verschwiegen wird. Echt verwirrend. Für Intergrationspolitiker bin ich bestimmt ein sehr komplizierter Fall!

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Kids Games Blog: für deutsche Politiker geeignet / The Blog Rof, Dazadi: …damit sie solche Stühle finden / Yediot, Israel: diese Auswahlt kommt aus China / Midi Libre, Frankreich: Straßenbild in Barcelona; er muss seinen Stuhl erst noch finden!

Doch hören Sie bitte auf mich! Ich habe ja viel internationale Erfahrung. Ein Politiker räumt seinen Posten sehr ungern – wenn überhaupt. Ein Politiker klebt am Stuhl. Das gilt ja auch für die Politiker, die den Rücktritt (von der Bundesbank) sowie den Austritt (aus der Partei) so vehement fordern. Sie müssten in den Kindergarten, um einige Weisheiten wieder zu erlernen und ihre muffigen Stuhlpolster aufzufrischen. Fangen wir gleich an. Mit Musical Chairs sind wir gemeinsam dabei. Das kann sogar Spaß machen!

Lesen Sie bitte auch diese Beiträge:

Afghanistan, Kunjuktur, Toleranz: kann Europa die Wahrheit ertragen?

Nützliche Idioten am Werk: die systematische Verschleierung der Wahrheit

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Un anno alla finestra bei La Stampa: italienische Fenster; Italien aus dem Fenster! / Just for a change: Windows on Italy / חלונות איטלקיים… איטליה דרך החלון

Dagan 27. August 2010

דניאל דגן – An diesem grauen Tag wollte ich mich nicht mit Politik beschäftigen. Ich schaute weit aus dem Fenster hinaus und blickte nach Italien. Dort erfuhr ich, dass Fenster-Künstler ihre Kreationen gerade ausstellen. Für die italienische Zeitung La Stampa befinden wir uns sozusagen im Fenster Jahr. Erst sind die Fenster selbst zu bewundern. Dann auch noch der Blick aus dem Fenster.

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La Stampa: Turiner Ausstellung und Foto-Wettbewerb; alles dreht sich um Fenster!

Schöne Idee, die die Flucht aus dem politischen Alltag richtig lohnend macht. Ich lade Sie hiermit ein, diese Blicke gemeinsam zu genießen. Oder gar mitzumachen. La Stampa organisiert einen Wettbewerg von spannenden Fotos, die aus dem Fenster gemacht werden. Reicht es Ihnen nicht aus? Brauchen Sie noch mehr Fenster-Spannung? Dann verweise ich auf den Klassiker Rear Fenster von Alfred Hitchcock.

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La Stampa: Künstler zeigen das Fenster – und den Blick aus dem Fenster / noch mehr italienische Fenster per Multitouch zu bekommen

Fast vergessen habe ich, dass heute abend (wie auch jeden abend) ein Himmelspektakel zu erwarten ist. Mond und Sterne werden wieder zu sehen sein. Wie immer ein spektakulärer Anblick, der sich allemal lohnt. Sollte der Himmel bewölkt sein, greifen Sie bitte auf diese Bilder von La Stampa zurück. Italien vom Fenster… Italien aus dem Fenster… Italien am Fenster… in La Stampa richtig schön ausgedruckt!

Kunst und Kultur: hier finden Sie weitere Beiträge

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Iran: Burka- und Atom-Tanz der Ayatollahs / What you see HERE ist what you get in today’s IRAN / אביטל, עמוס ו-סלמן עבד (בגדאד) מראים לנו את איראן

Daniel Dagan 24. August 2010

דניאל דגן – Warum zögert US Präsident Barack Obama beim Thema Iran? Weil er sich immer noch nicht von seinen ursprünglichen Illusionen befreien kann. Und weil er von Beratern umgeben ist, die die Realität einfach nicht zur Kenntnis nehmen wollen. Warum sagt uns Vladimir Putin nicht die volle Wahrheit über die Zusammenarbeit von Russland mit dem Iran? Weil er Geschäfte mit dem Nachbarstaat machen will – und dafür die Gefahr einer nuklearen Aufrüstung des Iran in Kauf nimmt.

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Amos Biederman in Ha’aretz: die Russen helfen – und hören nichts / Figaro, Paris: neue iranische Entwicklung – Drohne, die Sprengsatz trägt / Atomkraftwerk Bouchehr / Focus: Irans Präsident Ahmadinedschad lehrt Europa das Fürchten

Warum kooperiert China so intensiv mit dem Iran – trotz Sanktionen, die angeblich auch von Peking mitgetragen werden? Weil das Reich der Mitte hungrig nach Rohstoffen ist und keine Chance auslässt, diese zu bekommen. Warum bleibt der europäische Handel mit dem Iran auf seinem aktuellen Niveau oder steigt sogar? Weil die Politiker nur halbherzig Sanktionen unterstützen. Sie wollen die Stimmung nicht beeinträchtigen. Das kann sich negativ auf die Konjuktur auswirken. Und sie haben Angst, dass ihre Länder wieder Ziel von Anschlägen werden, die der Iran über seine Proxies jederzeit veranlassen kann.

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Salman Abed, Baghdad: den Libanon hat er über Proxy Hizbollah einkassiert / La Vanguardia, Barcelona: wohin der Iran? / Dotan Yerushalmi: die Ayatollahs lassen Frauen nach ihrer Pfeife tanzen; Variation auf Burkas (frei nach Henry Matisse) / Avital Alter: Atomanlage Bouchehr statt Turm zu Babel

Zum Glück gibt es uns Journalisten, die ungeschminkt die Wahrheit sagen können (auch wenn sie es nicht immer tun – bleiben Sie äusserst kritisch!). Und es gibt die Künstler, die durch grafische, fantasievolle Darstellungen pointierte und klare Feststellungen treffen. Hier habe ich einige Kreationen für Sie zusammengestellt. Schauen Sie sie an. Lassen Sie sie auf sich wirken. Und besuchen Sie uns morgen bitte wieder. Danke!

Lesen Sie bitte auch diese Beiträge:

Quo vadis Iran?

Noch testet Iran seine Raketen in der Wüste

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Moskau: der ROTE Platz in SCHWARZ / Moscow’s burning… fetch the engins… fire fire… pour on water… / מוסקווה בוערת

Daniel Dagan 9. August 2010

דניאל דגן – Moskau brennt. Die Menschen leiden schon seit Wochen. Die Lage ist dramatisch. Vielleicht weckt das auch bei Ihnen Assoziationen an The Great Fire of London. Über diesen schrecklichen Brand, der die britische Hauptstadt verwüstete, haben viele von uns in der Schule gelernt. Es war ein markantes, historisches Ereignis, das Künstler immer wieder inspirierte.

Комсомóльская прáвда: Bilder und Berichte aus der russischen Hauptstadt

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Komsomolskaya Pravda: Roter Platz / Menschen in der Stadt / Kunsthändlerin / …hinzu kommen noch die altbekannten Moskauer Staus

Kinder in Großbritannien und anderswo singen den Klassiker London’s Burning. Auch die Rock-Musik entdeckte London Burning. Daraus wurde  ein großes, gleichnamiges britisches TV Drama. Moskau ist noch nicht soweit. Doch die russische Berichterstattung zeigt: diese Katastrophe ist auf dem besten Weg, auch noch künstlerich dargestellt zu werden. Hier schon mal ein Vorgeschack.

The Moscow News: auch Künstler werden schon inspiriert

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The Moscow News: Leiden und Lachen mit Mouse City; “Playing Fire” in der Großstadt Moskau

Russland ist stolz… keine ausländische Hilfe… der Traum vom Badespaß…

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Chas Pik, Sankt Petersburg: Feuerlöschen auf Russisch / Arvest, Vladivostok: Moskauer Schicksale werden im tiefen Osten des Landes so beobachtet / Träume aus der Werbung: Badespaß mit Familie / Schönheiten im Bikini

Lesen Sie bitte auch diese Beiträge:

Fernost, Vladivostok: eine russische Stadt im Kommen!

Russland: die alte-neue Weltmacht

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Bizzar auf Amerikanisch: Pop und Politik gehören zusammen – RollingStone! / Crazy for you (and for any other individual or group) / רולינג סטון עושה עתון

Daniel Dagan 7. August 2010

דניאל דגן – Diese schräge journalistische Mischung kommt gut an. Zunächst in Amerika, dann vielleicht weltweit. Pop und Politik. Mode und Skandale. Musik und Recherchen. Kultur und Affären, die manchmal die politische Klasse zittern lassen. RollingStone Magazine ist wieder da! Alle zwei Wochen neu erfunden und ausgedruckt!

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Das ist Katy Perry auf dem Cover / als Pop Diva / bei MTV Europe Music Award in Berlin / …zuvor hat es Lady Gaga auf das Cover geschafft!

Für Sie – und für mich selbst – habe ich einige Eindrücke aus der neuesten Ausgabe zusammengetragen. Sicher hat die Redaktion in San Franzisco nichts dagegen hat. Schließlich regen diese ausgeflieppten Bilder und Überschriften dazu an, die Zeitschrift selbst in die Hand zu nehmen. Und irgendwo in der Ecke zu blättern. Wie hier erläutert wird arbeiten die Macher ganz professionel und raffiniert. Art, Design, Grafik, Texte – alles stimmt. Und bitte nicht mit der Rolling Stones Rock Band verwechseln. Das reservieren wir für eine andere Story!

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Lady Gaga schießt in allen Richtungen / RollingStone analysiert / …gibt Ratschläge …präsentiert Stoff für Late-Night Zuschaer / …echt verrückt!

Lesen Sie bitte auch diese Beiträge:

Paywall Journalism: our Blogs crack Murdoch’s Walls!

Die Welt… der Presseball… die Presse!

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Menschen in Peru: nicht nur Katastrophen / El Reloj Solar… El Templo de Chankillo… hablamos El Quechua del Perú / המרתון שלי מהבוקר: עתוני פרו מדווחים‏‏‏‏‏‏

Daniel Dagan 3. August 2010

דניאל דגן – In den peruanischen Anden hat es in letzter Zeit ungewöhnlich heftig geschneit. Durch Unwetter, Kälte und Versorgungsengpässe sind viele Menschen gestorben. In den betroffenen Regionen dauert der Notzustand an. Nur für einige Tage erschienen Berichte in den Medien. Noch existiert Südamerika, auch wenn es sonst unbeachtet bleibt!

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Caretas: der peruanische Präsident Alan García feiert die letzte Phase seiner zweiten Amtszeit / El Peruano: viel Elend im Lande… doch die Wirtschaft wächst schnell / La Razón: Gefahr für ganz Südamerika; Diktator Chávez von Venezuela bis an die Zähne bewaffnet

Heute morgen habe ich eine kurze Tour durch peruanische Medien gemacht. Es gibt nicht nur Katastrophen! Eigentlich gibt es auch Gutes zu berichten. Die Wirtschaft wächst – bei weitem schneller als in Europa. Ausbildung und Studium stehen für junge Leute im Mittelpunkt. Auf der negativen Seite muss man leider den drohenden Krieg zwischen den Nachbarstaaten Columbien und Venezuela verzeichnen.

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Correo: Beilage für Studenten / El Bocon: Media Maraton Lima 101; zum 101. Mal – Lima Strecke der Kultur / Variedados: Reloj Solar Casmas – vielleicht die älteste Sternwarte der Welt / Instandsetzung der Anlage in Chankillo bitter nötig; hier Erklärungen dazu

Viel Raum wird in den Medien der eigenen Kultur und Tradition gegeben. Das Bewusstein wächst, dass die Überreste der alten peruanischen Stämme erforscht und gepflegt werden müssen. Auch eigene, ursprüngliche südamerikanische Sprachen werden wieder gelehrt und von Experten wiederbelebt. Sie werden als Ergänzung und Bereicherung der Hauptsprache Spanisch, die ja von den Ureinwohnern angenommen wurde betrachtet. Doch eigene Identität und Geborgenheit werden stärker gesucht und gefunden. In den Anden… wo es zuletzt so heftig schneite..

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Variedados: diese Wissenschaftler erforschen die alte peruanische Sprache / El Quechua Experte Porfirio Meneses sieht Bereicherung des Spanischen / diese Figur aus alten Zeiten regt die Fantasie an

Lesen Sie bitte auch diese Beiträge aus bzw. über Lateinamerika:

BrasilienChile / Kolumbien

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Machtkampf auf Italienisch: in dieser Oper waren wir bereits / Rossini Summer Festival: starring Berlusconi and Fini! / אופרת קיץ איטלקית: ברלוסקוני ו-פיני בתפקידים הראשיים

Daniel Dagan 2. August 2010

דניאל דגן - Enge Freunde werden Feinde. Zoff. Komplott. Machtkämpfe. Das alte Spiel, das wir immer wieder und überall in der Politik verfolgen. Doch in Italien hat das auch noch das italienische Flair. Man will es zunächst gar nicht so ernst nehmen. Dieses aktuelle Sommer-Theater in Rom ist wohl nur eine italienische Oper… auch wenn sie politisch brisant ist und gar mit Neuwahlen enden könnte.

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Il Sole 24 Ore: aus den Freunden Berlusconi und Fini / La Stampa: …werden Feinde / Rossini Opera Festival: wie in einer klassischen Oper / Corriere della Sera: die Italiener! hier wird versucht, ihr Wesen zu erklären / Il Giornale: wer zuletzt lacht, lacht am besten

Parlamentspräsident Gianfranco Fini will seinen Parteifreund Silvio Berlusconi im Amt des Ministerpräsidenten beerben. Darum provoziert er immer wieder mit scharfen, giftigen Attacken gegen seinen Partner. Fini rechnet wohl damit, dass die Affären um Berlusconi dem Ministerpräsidenten über den Kopf wachsen. Dann müsste er von sich aus das Feld räumen. Fini wäre ganz oben!

Doch Fini hat die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Berlusconi bleibt ehrgeizig wie eh und je. Er denkt gar nicht daran, auf die Macht zu verzichten. Mit einer großer Mehrheit in den Gremien der gemeinsamen Partei, PDL, verlangt nun Berlusconi, dass Fini sein Amt als Parlamentspräsident zur Verfügung stellt. Und Berlusconi sitzt am längeren Hebel: er kann jederzeit Neuwahlen veranlassen.

Beim Volk hat Berlusconi immer noch keine ernsthafte Konkurrenz – trotz (oder vielleicht wegen?) der vielen Affären. Bitte unbedingt beachten: das waren lediglich die ersten zwei Akte. An der Oper wird noch geschrieben und gearbeitet. Die entsprechenden Ergänzungen finden Sie bei www.danieldagan.com (unser Dank für die gute Zusammenarbeit geht gleichermassen an Berlusconi und Fini).

Lesen Sie bitte auch diese Beiträge:

Ein Tag in Sizilien

Die Mamas sind wohl am schönsten!

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Oliver Stone schwärmt auch noch für Adolf; Et tu, Brute? / Jewish Media allegedly dominate the world; Thanks Oliver, you have made my day!/ אוליבר סטון עשה לנו את היום; אנחנו היהודים שולטים בעולם

Daniel Dagan 29. Juli 2010

דניאל דגן – Die Juden dominieren die Medien. Die Juden sind dafür verantwortlich, dass Amerikas Außenpolitik scheitert. Despoten wie der iranische Präsident Ahmadinedschad und der Diktator von Venezuela Hugo Chávez machen viel Gutes für ihre Völker. Man muss sie bloß besser verstehen. Das gilt übrigens auch für Adolf Hitler. Im Kontext seiner Zeit war er gar nicht so schlimm, wie er immer wieder beschrieben wird. Von wem? Na klar, von diesen jüdischen Medien, die uns dominieren!

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Metro, Großbritannien: Oliver Stone sieht Hitler als Sündenbock / Sunday Times: Aussagen bekräftigt und erläutert / Zap 2 It: der Regisseur und sein Held Hitler / Hollywood News: Big News in der Film-Metropole

Die Aussagen oben hat der talentierte, erfolgreiche US Film-Regisseur Oliver Stone inhaltlich und sinngemäss gemacht. Den Wortlaut finden Sie leicht in allen möglichen, von den Juden (na klar, von den Juden!) dominierten Medien. Das ist unsere neue und alte Welt! Die Bösen sind wieder mal die Juden! So einfach ist es! Hitler war lediglich ein Sündenbock. Und wer eigentlich hat den Führer des tausendjährigen Reichs zum Sündenbock gemacht? Sie haben schon richtig getippt. Die bösen Juden!

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Daily Mail: Diktator Chávez mit Verehrer Stone / I Own The World Blog: Stone demaskiert / Twitter: viele Einladungen an Stone, unter Diktator Chávez in Venezuela zu leben / Amos Biederman in Ha’aretz: Stone berät mit Hitler; “was macht man bloß mit diesen Juden?”

Nota bene: Zufällig bin ich ein Jude. Also müsste ich laut Oliver Stone die Medien zumindest mit-dominieren. Helfen Sie mir bitte, diesen Zustand zu erreichen. Besuchen Sie mich bitte noch häufiger. Und bleiben Sie bitte dran. Es gibt hier viel zu lesen und zu erfahren. Danke!

In diesem Sinne – lesen Sie bitte gleich auch noch diese Beiträge:

¿Por qué no te callas? Tirano Chávez

Isla de Margarita: trotz brutaler Diktatur – Ihre Schutzpatronin ist immer dabei!

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Fernost, Orient: der andere Blick / We in the West… do our Think Tanks see the real reality? / מערב ומזרח: ההתנשאות שלנו… החוכמה וההומור שלהם

Daniel Dagan 23. Juli 2010

דניאל דגן – Wir im Westen. Sind wir vielleicht manchmal etwas arrogant? Denken wir etwa nicht, dass wir die Wahrheit gepachtet haben? Glauben wir nicht, dass unsere vielzitierten Think Tanks ein Monopol auf Weisheit besitzen? Dabei wird unsere Agenda zunehmend von einer fragwürdigen Allianz aus Jihadisten und sogenannten Friedensaktivisten beherrscht. Oft siegt die Dummheit, die vielfach mit einer großen Portion Hass einhergeht.

Ajit Ninan in Times of India, Delhi: die Welt ohne Illusionen gesehen

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US Dollars für Pakistan; angeblich zur Terrorbekämpfung / Bilanz auf Schienen; soviel Tote monatlich durch Anschläge bzw. Inkompetenz / Pakistans Geheimdienst rekrutiert; zunächst lediglich Steinewerfer / Ministerpräsidenten der Bundesstaaten bereiten sich auf Terror durch die maoistische Naxal vor / Commonwealth Games in Delhi geplant; bitte kein Terror gegen den Tiger, der Indien symbolisiert

Heute habe ich mir die Mühe gemacht zu schauen, wie man die Weltagenda anderswo beschreibt. Natürlich nur beispielhaft. Anders geht es nicht. Die Beispiele liefern hier zwei Künstler. Einer aus Fernost. Einer aus dem Orient. Von beiden können wir einiges lernen. Viel Spaß!

Hassan Bleibel, Al Mustaqbal, Beirut: die Welt mal ohne Heuchelei betrachtet

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Pakistan-US; in Geld we trust! / Afgahnistan-Konferenz; hoch auf den Bergen des Hindukusch… / Iranischer Atomexperte verschwunden; wo ist er bloß gelandet? / Iran bastelt an seiner Atombombe; selbst der russische Bär wurde misstrauisch

Lesen Sie bitte auch diese Beiträge:

Indien und Pakistan: ein schwieriges Verhältnis

Flotilla of the Fools: Humanitarian Aid from Gaza to Iran, Lebanon and Turkey!

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Lesung auf offener Straße: das gibt es nur in Berlin! / Michael Scott Moore: Surf-Reading in the Kastanien-Allee – Brilliant! / הקראה מספר חדש ברחוב הומה מאדם; תאמינו או לא – זה עובד מצויין

Daniel Dagan 20. Juli 2010

דניאל דגן - Haben Sie es schon mal erlebt? Eine Buch-Lesung auf offener Straße! Ohne Verkehrspolizisten! Weit und breit keine Ordnungskräfte! Der Autor sitzt vorm Schaufenster eines Geschäfts. Die Zuhörer sitzen auf Stühlen, die auf dem Bürgersteig plaziert sind. Dazwischen ein schmaler Abstand, der für die Passanten gedacht ist. Gute Idee für die heißen Sommer-Tage!

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Kastanien-Alle an einem Sommer Abend; Michael Scott Moore vor dem Surfing-Laden / die Mode gleich im Blick / Michael mit Daniel Dagan / Passanten und Zuhörer / Michael am Mikro (Fotos: Janson Richter, Langbrett)

Nun verrate ich: das hat sich hier in Berlin zugetragen. Adresse: Kastanien-Allee Nummer 44 in Mitte. Vorgetragen hat der US-Journalist Michael Scott Moore, der ein spannendes Buch Namens Sweetness and Blood geschrieben hat. Es ist über Seine Passion Surfing. Nicht gerade mein Thema. Ich schwimme gerne. Ich surfe gar nicht! Doch die Geschichte vom Surfen liest sich gut. In Hawaii, in California (wo Michael herkommt), in Cuba – und natürlich auch in Deutschland. Das wird alles sehr lebhaft beschrieben. Lohnende Lektüre für heiße Sommer-Tage.

Dabei gratuliere ich vor allem zur originellen Lesung auf der Straße. Das Verhalten der Passangen war übrigens nicht weniger spannend als die Lektüre. Manche machten zunächst einen weiten Bogen. Manche gingen einfach durch – zwischen Lektor und Zuhörer. Doch immer mehr blieben stehen, um das Spektakel zu beobachten und die Atmosphäre mitzuerleben. So gewann Michael auch noch einige Käufer mehr für sein ungewöhnliches Buch. Genial!

Lesen Sie bitte auch diese Beiträge:

Summer IN the City

Fontane… Ruppinerland… summer OUTSIDE the City

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